US-Sicherheitsberater: Überprüfen Raketenschild gründlich

7. Februar 2009, 17:15
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Jones: "Wir werden einen frischen Blick darauf werfen"

München - Die neue Regierung von US-Präsident Barack Obama hat offensichtlich Zweifel an der Tauglichkeit des globalen Raketenschilds. US-Sicherheitsberater James Jones sagte gegenüber der Zeitung "Financial Times Deutschland" am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz: "Wir führen eine tiefgreifende Überprüfung mehrerer Politikbereiche durch. Die Raketenabwehr ist eines der Themen."

Damit stellt Obama ein Prestigeprojekt seines Vorgängers George W. Bush offenbar infrage. In Europa sollen Teile des Systems in Polen und Tschechien aufgebaut werden. Die USA wollen es gegen Raketen aus Staaten wie Nordkorea und Iran richten. Russland bezweifelt das und fühlt sich bedroht.

"Wir werden einen frischen Blick darauf werfen", sagte Jones. US-Vizepräsident Joseph Biden sagte in München, seine Regierung werde die Pläne weiterverfolgen. Er schränkte aber ein, dass das System technisch ausgereift sein müsse. Und es dürfe nicht zu teuer werden. (APA/dpa)

 

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