Gutachter bestätigt "Geisterfahrt"

7. Februar 2009, 13:27
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Unfall war offenbar Folge eines Fahrfehlers

Hamburg/Erfurt/Liezen - Der Skiunfall am Neujahrstag auf der steirischen Riesneralm, bei dem Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus schwer verletzt wurde und eine 41-jährige Frau ums Leben kam, war offenbar Folge eines Fahrfehlers.

Das geht laut Spiegel aus jenem Gutachten hervor, das der Staatsanwaltschaft in Leoben vorliegt. Der Sachverständige äußere sich zwar nicht zur Schuldfrage, die Rekonstruktion des Unfalls ergebe aber, dass die Frau keine Chance gehabt habe, den Unfall zu verhindern, so das Magazin.

Aus der Auswertung des polizeilichen Unfallberichts, des rechtsmedizinischen Befunds und einer Besichtigung des Unfallorts schlösse der Sachverständige, dass Althaus mit rund 40 Stundenkilometern von seiner Piste in die Abfahrt, auf der die Skifahrerin unterwegs war, eingebogen und 15 Meter bergauf gefahren sei. Die Frau fuhr demnach zehn Stundenkilometer. Althaus habe ein Absperrnetz umkurvt und sieben Meter dahinter die Frau getroffen, heißt es.

Die Rechtsanwälte der beteiligten Parteien, Alexander Rehrl aus Salzburg und Walter Kreissl aus Liezen, lehnten Stellungnahmen ab: Das Gutachten sei ihnen nicht bekannt. Dieter Althaus erholt sich derzeit in einer Reha-Klinik von den Unfallfolgen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Althaus konnte noch nicht vernommen werden. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 9.2.2009)

 

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    Am Unglücksort erinnern ein Kreuz und eine Kerze an den tödlichen Unfall

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