Künstler verweigert Marterl-Gestaltung

7. Februar 2009, 12:59
301 Postings

Renommierter Künstler Giselbert Hoke zog sich von Projekt zurück - Begründung: "Heilige Landeshauptleute hat es nie gegeben"

Klagenfurt - Der Kärntner Künstler Giselbert Hoke wird nun doch nicht wie geplant das Marterl für den tödlich verunfallten Landeshauptmann Jörg Haider an der Unfallstelle in Lambichl bei Klagenfurt gestalten. Laut Medienberichten zog sich der renommierte Künstler - von ihm stammen unter anderem die Fresken in der Bahnhofshalle in Klagenfurt - von dem Projekt zurück.

"Ich habe mich mit Marterln beschäftigt", erläuteret Hoke gegenüber der Tageszeitung "Österreich". Im Zusammenhang mit Jörg Haider sei "dieser Gedanke aber falsch". "Heilige Landeshauptleute hat es nie gegeben", meinte der Künstler. Ein Marterl sei vielmehr eine kleine Kirche für Gebete.

Jetzt möchte Hoke von dem Projekt nichts mehr hören. "Es gibt weder einen Vertrag, noch einen Entwurf, noch ist irgendein Wort über Geld oder eine eventuelle Schenkung gesprochen worden", sagte er gegenüber der "Kleinen Zeitung". (APA)

 

Share if you care.