Todeskandidat in Ohio soll begnadigt werden

7. Februar 2009, 12:28
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Strafmaß soll in lebenslange Haft umgewandelt werden - Gouverneur prüft - Unter Drogeneinfluss Mutter getötet

Columbus/USA - Erst zum dritten Mal seit Wiedereinführung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Ohio vor zehn Jahren soll ein zum Tode verurteilter Häftling begnadigt werden. Der Begnadigungsausschuss des Staates beschloss am Freitag einstimmig, Jeffrey Hill die Hinrichtung zu ersparen. Er empfahl Gouverneur Ted Strickland, das Strafmaß in eine lebenslange Haft umzuwandeln, wobei die Möglichkeit zur Begnadigung erst nach 25 Jahren geprüft werden sollte. Strickland ließ mitteilen, er werde die Empfehlung prüfen.

Hill hatte 1991 unter Drogeneinfluss seine Mutter getötet. Seine gesamte Familie war gegen die Todesstrafe. Der Begnadigungsausschuss nannte das als einen wichtigen Grund für seine Empfehlung. Zudem habe Hill echte Reue über das Verbrechen gezeigt. Zudem hätten sich in seinem Prozess seine Anwälte nur mit minimalen Aufwand auf den Fall vorbereitet. (APA/AP)

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