Obama traf Familien von Terror-Opfern

7. Februar 2009, 09:28
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US-Präsident wirbt um Verständnis für juristische Regelung für Gefangenenlager im Sinne der Menschenrechte

Washington - US-Präsident Barack Obama hat Angehörige der Opfer von Terroranschlägen getroffen, um seine Entscheidung zur Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo zu erläutern. Das Treffen sei "erst der Anfang eines Dialogs" über das Thema, sagte Obama nach Angaben des Weißen Hauses am Freitag (Ortszeit) vor rund 40 Angehörigen der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 und des Attentats auf das US-Kriegsschiff "USS Cole" im Jemen im Oktober 2000. Dabei habe er ihnen erklärt, warum die Schließung von Guantanamo das Land aus seiner Sicht sicherer mache. Obama machte demnach deutlich, dass die Bewahrung der Sicherheit der US-Bürger seine "Hauptverantwortung" sei.

"Sehr emotionales" Treffen

Kenneth Clodfelter, dessen Vater bei dem Anschlag auf die "USS Cole" getötet worden war, sagte, er sei vor dem Treffen mit Obama sehr "negativ" auf die Schließung des Gefangenenlagers zu sprechen gewesen. Der US-Präsident habe ihn aber "einfach mit seiner Haltung" überzeugt. Obama denke wirklich, was er sage, ergänzte Clodfelter. Andere Teilnehmer berichteten von einem "sehr emotionalen" Treffen mit dem US-Präsidenten, der auch Fragen der Familien beantwortete.

Bei dem Attentat auf das Kriegsschiff "USS Cole" waren 17 US-Soldaten getötet worden. Erst am Donnerstag ließ eine Militärrichterin die Klage gegen einen Guantanamo-Häftling fallen, der in den Anschlag verwickelt gewesen sein soll. In dem Lager wurden in den vergangenen sieben Jahren rund 800 Gefangene ohne geklärten Rechtsstatus festgehalten. (APA)

 

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