Biden fordert mehr Unterstützung

7. Februar 2009, 07:47
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Obamas Vize: "Engagement teilen"

Williamsburg - Vor seiner mit Spannung erwarteten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Vizepräsident Joe Biden zu mehr Hilfe beim Afghanistan-Einsatz aufgerufen. "Wir erwarten, dass unser Engagement von den Regierungen und Menschen in Afghanistan und Pakistan sowie unseren Freunden und Partnern geteilt wird", sagte Biden am Freitag vor seiner Reise nach Deutschland. Derzeit sind etwa 70.000 ausländische Soldaten am Hindukusch stationiert. US-Präsident Barack Obama hat angekündigt, die Truppen seines Landes um bis zu 30.000 Soldaten aufzustocken.

Langer Weg

Die USA und ihre Verbündeten hätten in Afghanistan noch einen "langen, langen Weg zu gehen", ergänzte Biden in einer Rede vor Mitgliedern der Demokratischen Partei in Williamsburg im US-Staat Virginia. Zugleich betonte er, dass dies seine persönliche Einschätzung sei. Die Neubewertung der Afghanistan-Politik durch die neue US-Regierung sei noch nicht abgeschlossen.

Der US-Vizepräsident will auf der 45. Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag erstmals auf internationalem Parkett die künftige Marschrichtung seines Landes in der Außen- und Sicherheitspolitik vorstellen. Mit besonderer Spannung werden dabei Aussagen zur künftigen Afghanistan-Strategie erwartet. Nach Angaben des Weißen Hauses will Biden bei dem Treffen mit zahlreichen Regierungschef zusammenkommen, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Für Sonntag sind zudem Gespräche mit dem russischen Vize-Regierungschef Sergej Iwanow und Georgiens Präsident Michail Saakaschwili geplant. (APA)

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