Andorra will keine Oase mehr sein

6. Februar 2009, 20:06
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Zusammenarbeit mit Frankreich und Spanien angekündigt - EU verhandelt mit Liechtenstein

Der Kleinstaat Andorra in den Pyrenäen will kein Steuerparadies mehr sein. Das Fürstentum arbeite "wie verrückt" daran, nicht mehr von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als Steueroase geführt werden, sagte Regierungschef Albert Pintat am Freitag.

Andorra wolle nun vor allem mit Frankreich und Spanien zusammenarbeiten, damit es in den Nachbarländern nicht länger als Steuerparadies angesehen werde. Der französische Staatschef Nicolas Sarkozy hatte am Vortag im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise gesagt, er wolle die Beziehungen seines Landes zu Andorra und zum Fürstentum Monaco "überdenken".

Die OECD führt rund drei dutzend Länder mit einem stark ausgeprägten Bankgeheimnis und niedrigen oder gar keinen Steuern. Drei Länder stehen auf der Schwarzen Liste der Organisation, weil sie jegliche Information über ihren Finanzsektor verweigern: Andorra, Liechtenstein und Monaco.

EU verhandelt neu mit Liechtenstein

Mit Liechtenstein wird die EU auf Druck Deutschlands und anderer Mitgliedsländer weiter über ein Betrugsbekämpfungsabkommen verhandeln. Diesen Auftrag werden die EU-Finanzminister an diesem Dienstag in Brüssel der EU-Kommission ohne größere Debatte geben, berichteten Diplomaten am Freitag in Brüssel. Wann das Abkommen endgültig abgeschlossen werden soll, blieb offen. (APA/red)

 

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