Asylheim in Judenburg: Alle dementieren

6. Februar 2009, 19:22
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SP-Gruber: "Gerüchte sind Wahlkampf-Ente" - VP-Grillitsch: "Eine schizophrene Idee"

Judenburg - Angebliche Pläne für ein Flüchtlingslager in der obersteirischen Bezirkshauptstadt Judenburg sorgen für Aufregung. Während die Junge Volkspartei wissen will, dass jenes im Koalitionspapier vereinbarte "Erstaufnahme-Zentrum Süd" in der einstigen Sommerresidenz der Habsburger - jetzt Sitz des Gerichtes - mitten in der Altstadt entstehen soll, verneint man dies im Büro von Innenministerin Maria Fekter.

Die steirische SP und VP sind trotzdem empört. Die Judenburger Bürgermeisterin, Grete Gruber (SP), vermutet ein "gezieltes Streuen von solchen Enten". Sie schließe nicht aus, dass der Wahlkampf in Kärnten, das ebenfalls für das Erstaufnahme-Zentrum infrage kommt, der Grund für solche Gerüchte sei. "Dabei geht es hier um Menschen", so Gruber, "die aus politischem Kalkül zum Spielball gemacht werden." Entsetzt gibt sich auch Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch (VP), selbst aus dem Bezirk Judenburg stammend, im Standard-Gespräch: "Wer immer diese Pläne in seinem Köpfchen hegt, sollte sie vergessen", so Grillitsch. Dass Fekter dieses "Köpfchen" mit "schizophrenen Ideen" gehören könnte, glaube er aber nicht: "Die weiß wahrscheinlich gar nichts davon." (Colette M. Schmidt/DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.2.2009)

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