Weniger, aber sicherer

6. Februar 2009, 17:38
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Die betriebliche Kollektivversicherung ist ein Produkt für die zweite Säule

Die betriebliche Kollektivversicherung (BKV) ist die konservativere Form einer Betriebspension, also ein Produkt für die zweite Säule. Bei der BKV ist (wie bei privaten Lebens- und Rentenversicherungen) eine jährliche Verzinsung von 2,25 Prozent und eine lebenslange Rente garantiert. Durch die niedrigere Verzinsung errechnen sich bei gleichen Beiträgen wie in Pensionskassen niedrigere Renten, was mit ein Grund für das bisherige Mauerblümchendasein des 2005 eingeführten Produkts ist. Die Versicherer fordern eine Möglichkeit zum Wechsel von Pensionskassen in die BKV. Wenige Betriebe wie der ÖGB bieten ihren Arbeitnehmern die Wahl zwischen beiden Formen der Betriebspension.

Privat wurde in der Vergangenheit häufig mit Er- und Ablebensversicherungen vorgesorgt, das Volumen dieses Produkts liegt bei rund 60 Mrd. Euro. Aktuell geht der Trend zu Rentenversicherungen (knapp 20 Mrd. Euro Volumen), Erlebensversicherungen haben ein Volumen von 15 Mrd. Euro. Bis zur Krise waren auch Fondsgebundene Lebsversicherungen (ca. 38 Mrd. Euro Volumen) stark nachgefragt. Diese haben aber - sofern sie nicht mit Kapitalgarantien ausgestattet sind - durch die Finanzkrise auch starke Verluste eingefahren. (kol, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7./8.2.2009)

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