Kurzfristig weitere Belastungen erwartet

6. Februar 2009, 16:21
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Ein Kommentar von Raiffeisen Research

USA

Das Drehen der beiden wichtigsten Konjunktur-Vorlaufindikatoren wurde von den Börsen begrüßt. Schließlich zeigt dies historisch, dass auch die Aktienindizes bereits ihre Tiefstände überwunden haben könnten. Andererseits drücken latente Sorgen um den Finanzsektor sowie die zu Ende gehende US-Berichtssaison weiterhin auf das Sentiment. Es wird noch eine Unzahl an Gewinnrevisionen folgen. Wir rechnen auch für 2009 mit markant rückläufigen Gewinnen. Das wird den US-Aktienmarkt kurzfristig weiter belasten. Danach allerdings sollten sich stabilisierende Konjunkturvorlaufindikatoren
und weitere Erholungstendenzen am Geldmarkt zu einer volatilen Erholungsbewegung führen.

Europa

Die europäischen Aktienmärkte sind weiterhin hin- und hergerissen zwischen sich stabilisierenden US-Konjunkturindikatoren und einem sehr schwachen Verlauf der Berichtssaison. Bisher konnten neben den mehrheitlich schwachen Zahlen aus dem Grundstoff- und Finanzsektor auch die Quartalsberichte aus den defensiven Sektoren nämlich nicht gerade überzeugen. Zudem bleiben auch die Ausblicke der Unternehmen, wenn überhaupt vorhanden (z.B. Unilever oder GlaxoSmithKline mit keinem Ausblick), mehr als vorsichtig. Obwohl schon etliches an negativen Nachrichten in den Kursen enthalten zu sein scheint, sollten die europäischen Aktienmärkte doch erst in den kommenden Wochen im Zuge noch zu erwartender massiver Gewinnrevisionen einen Boden finden.

Japan

Die japanische Berichtssaison zeichnet das von uns erwartete triste Bild. Selbst vormalige Vorzeigefirmen wie etwa Toyota
kämpfen mit groben Problemen. Auf Gesamtmarktebene (Nikkei 225) wird für 2008 mittlerweile bereits ein Gewinnrückgang von 50 % antizipiert. In der Tonart wird's auch heuer weitergehen. Allerdings bietet die sich abzeichnende Konjunkturstabilisierung Hoffnung auf eine Bodenbildung.

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