Voith kappt weltweit 900 Stellen

6. Februar 2009, 15:55
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Aderlass in St. Pölten ist nicht ausgeschlossen

Heidenheim  - Der Anlagenbauer Voith will wegen der Krise in der Papierindustrie weltweit 900 Stellen abbauen. Der Abbau soll möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, sagte ein Sprecher am Freitag in Heidenheim. Das Unternehmen setze dabei auf Wechsel innerhalb des Konzerns, Frühpensionierungen sowie freiwillige Abfindungen.

Betroffen seien lediglich die Beschäftigten beim Papiermaschinenhersteller Voith Paper. Deutschlandweit gehe es um rund 500 Stellen. Mit dem Betriebsrat würden bereits seit Mitte dieser Woche Gespräche geführt. Diese seien bisher sehr konstruktiv verlaufen, sagte der Sprecher. Voith produziert auch im niederösterreichischen St. Pölten, wo sich u.a. das Kompetenzzentrum für Karton- und Verpackungspapier-Maschinen befindet.

Auch am St. Pöltner Standort des deutschen Papiermaschinenerzeugers Voith Paper ist eine weitere Reduktion der Belegschaft nicht ausgeschlossen.

Er könne "zum heutigen Tag nichts dazu sagen", sagte ein Konzernsprecher am Freitagnachmittag. Seit 1996 ist St. Pölten innerhalb der Papiertechnik das weltweite Kompetenzzentrum für Karton- und Verpackungspapiermaschinen. Aktuell werden etwa 350 Personen beschäftigt. Vor zwei Jahren waren es laut KSV noch rund 600. (dpa)

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