Indischer Reisbauer versus ÖIAG-Chef

6. Februar 2009, 14:51
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Ein indischer Reisbauer muss sein ganzes Leben lang schuften, um das Jahresgehalt eines Österreichers zu lukrieren

Der Durchschnittsösterreicher verdiente im Jahr 2007 knapp 30.000 Euro brutto. Somit müsste er 24 Jahre lang arbeiten, damit er auf ein einziges Jahresgehalt vom Chef der Staatsholding ÖIAG, Peter Michaelis, kommt. Um auf das Jahressalär der Verbund-Vorstände zu kommen, muss er immerhin noch 22 Jahre molochen. Und um dem ÖBB-Chef Martin Klugar finanziell auf gleicher Höhe zu begegnen, muss 18 Jahre lang gearbeitet werden. Für ein Jahreseinkommen wie des glücklosen AUA-Chefs Alfred Ötsch müssen 14 Jahre veranschlagt werden, bis der Durchschnittsbeschäftigte gleiche Flughöhe erreicht hat.

Wer auf das Jahresgehalt von Erste Bank-Chef Andreas Treichl kommen will, muss auf ein medizinisches Wunder hoffen. Hierfür müsste Frau und Herr Durchschnittsösterreicher fast 150 Jahre lang werken. Zum Vergleich: Um das Gehalt von Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, zu erreichen, muss man in etwa ein halbes Jahrhundert durcharbeiten. Allerdings kann auch ein österreichisches Durchschnittsgehalt astronomisch sein. Ein indischer Reisbauer muss sein ganzes Leben lang schuften, um das Jahresgehalt eines Alpenbürgers zu lukrieren.

Weltweit gibt es rund 1.100 Milliardäre, der reichste Mann der Welt ist laut Forbes-Liste der US-Geschäftsmann Warren Buffett. Der 77-Jährige besitzt demnach 62 Mrd. Dollar (40,6 Mrd. Euro). Der reichste Österreicher ist Billa-Gründer und Immobilien-Mogul Karl Wlaschek mit einem geschätzten Vermögen von 4,9 Mrd. Dollar.(APA)

 

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