Glawischnig nicht überrascht

6. Februar 2009, 14:34
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"Für ihn ist es der richtige Zeitpunkt, etwas Neues zu beginnen" - Van der Bellen dankt "hochprofessionellem Ratgeber"

Wien - Nicht überrascht vom Rücktritt des Grünen-Bundesparteisekretärs, Lothar Lockl, hat sich Parteichefin Eva Glawischnig gezeigt. Für Lockl sei "es der richtige Zeitpunkt, etwas Neues zu beginnen", so Glawischnig in einer Aussendung am Freitag. Man habe bereits vor der Nationalratswahl vereinbart, dass er "noch eine Zeit lang zur Verfügung steht".

"Ganz egal, für welchen beruflichen Weg sich Lothar Lockl entscheidet, er wird mit Sicherheit eine große Bereicherung für jedes Team sein." Und auch wenn sich die beruflichen Wege "nun trennen, werden wir weiter freundschaftlich verbunden bleiben", sagte die Parteichefin. Lockl hinterlasse eine "Lücke, die nicht leicht zu schließen sein" werde.

Der ehemaliger Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, bezeichnete Lockl als "hochprofessionellen Ratgeber, unverwüstlichen Motivator und einen guten Freund".

FPÖ und BZÖ in Sorge um grüne Männer

Die männerdominierte Rechtsopposition sorgt sich nach dem Rücktritt des Grünen-Parteisekretärs Lothar Lockl um die grünen Männer. Mit Lockl scheide "der letzte Mann aus einer grünen Führungsposition aus". Allmählich "sollten sich die Grünen überlegen, eine Männerquote einzuführen", ätzte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Aussendung. "Bald wird es heißen: Glawischnig allein zu Haus", fügte er hinzu.

Ähnlich reagierte auch BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz. Er sprach von einem "grünen Suffragettenregime", vor dem "die fähigen Politiker die Flucht ergreifen". Lockl sei ein "Opfer des grünen Geschlechterkampfes, wo offensichtlich nur mehr Frauen in Spitzenpositionen tätig sein dürfen", so Strutz. (APA)

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