"Katastrophensommer" mit Bränden und Überschwemmungen

6. Februar 2009, 13:54
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Höchste Brandgefahr für Samstag vorausgesagt - Schwere Regenfälle im Nordosten

Sydney - Extreme Hitze, Waldbrände, Überschwemmungen - Australien erlebt derzeit einen Katastrophensommer. Die seit Tagen andauernde Hitze dürfte sich zum Wochenende im Süden des Landes noch einmal verstärken und die Gefahr von Bränden extrem erhöhen, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Südaustralien müsse für Samstag mit einer Brandgefahr rechnen, wie es sie seit Jahren nicht gegeben habe, sagte Feuerwehrsprecher Euan Ferguson. Laut Ron Patterson, Sprecher der Umweltbehörde des Bundesstaates Victoria, drohten die schwersten Brände seit Aschermittwoch 1983, als 75 Menschen in Südostaustralien starben und große Landstriche den Flammen zum Opfer fielen.

In der Metropole Sydney wurde für Sonntag mit einem Temperaturanstieg auf 44 Grad Celsius gerechnet, im Inland könnte das Thermometer laut Vorhersagen 46 Grad anzeigen. In der Region Gippsland in Victoria standen am Freitag 120 Hektar Land in Flammen und bedrohten Eigenheime. Im benachbarten Bundesstaat New South Wales loderten 40 verschiedene Brände. 70.000 freiwillige Feuerwehrleute hielten sich für das Wochenende bereit. In der vergangenen Woche hatten Buschbrände bereits 30 Häuser in Victoria zerstört. Die Polizei fahndete nach mutmaßlichen Brandstiftern. Nach Angaben des australischen Instituts für Kriminologie geht die Hälfte der Waldbrände im Land auf Brandstiftung zurück.

Schwere Regenfälle

Der Nordosten Australiens litt nach heftigen Regenfällen unter schweren Überschwemmungen. Auf einer Fläche von einer Million Quadratkilometern waren Häuser und Felder überschwemmt. Mindestens ein Fünftel der Zuckerrohrfelder der Region standen unter Wasser. Die Bauern der Region rechneten mit erheblichen Einnahmeeinbußen.

Die Armee bereitete den Abwurf von Lebensmitteln vor, weil einige Orte seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten waren. Einige Städte am Golf von Carpentaria könnten nach Einschätzung der Behörden noch wochenlang isoliert bleiben. Die Wetterbehörde rechnete für die kommenden Wochen mit weiteren Regengüssen. Experten machen den Klimawandel für die Wetterextreme in Australien verantwortlich. (APA/AFP)

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