Tipps für Betrugsopfer

6. Februar 2009, 16:28
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Europäische Wertpapieraufseher raten dazu, etwaige Forderungen bis 4. März anzumelden

Wien - Anleger, die direkt Geschäfte mit dem mutmaßlichen Betrüger Bernard L. Madoff gemacht haben, haben noch bis Anfang März Zeit, um ihre Forderungen anzumelden, teilte die Finanzmarktaufsicht am Freitag unter Berufung auf das "Committee of European Securities Regulators" (CESR) am Freitag mit. Die Organisation ist ein Zusammenschluss der Wertpapieraufsichtsbehörden in der EU.

Anlegern, die direkt Kunden der "Bernard L. Madoff Investment Securities LLC" mit Sitz in den USA waren, wird geraten, dass sie ihre Forderungen bis spätestens 4. März 2009 rechtskräftig bei dem von den US-Behörden eingesetzten Treuhänder anmelden. Nach Ablauf dieser Frist können noch Ansprüche bis 2. Juli geltend gemacht werden. Der Umfang des Anlegerschutzes kann dabei jedoch eingeschränkt werden. Nähere Informationen gibt es im Internet auf www.madofftrustee.com sowie in einer entsprechenden CESR-Veröffentlichung.

Finanzdienstleistern, denen selbst oder Kundenvermögen Schaden entstanden ist oder droht, wird geraten, ihre Kunden "pro-aktiv über alle wesentlichen Entwicklungen sowie alle vom Unternehmen gesetzte Maßnahmen zu informieren". Noch uninformierte Personen sollen das Unternehmen, über das sie Geld veranlagt haben, zu einer Stellungnahme auffordern. In Österreich hat die Bank Medici Madoff-Finanzprodukte vertrieben. (APA)

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