MUFG rechnet mit Gewinneinbruch

6. Februar 2009, 12:45
posten

Die größte japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group ist erstmals im Quartal in die roten Zahlen gerutscht

Tokio - Die größte japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group ist erstmals im Quartal in die roten Zahlen gerutscht und hat ihre Gewinnprognose fürs Gesamtjahr gesenkt. Infolge der Finanzkrise rechnet das Institut nun bis Ende März mit einem Einbruch des Nettogewinns um 92 Prozent auf 50 Mrd. Yen (435 Mio. Euro), wie der Konzern am Freitag mitteilte. Im Oktober hatte das Geldinstitut seine Prognose bereits um zwei Drittel auf 220 Mrd. Yen gekürzt. Um seine Eigenkapitalquote zu stärken, will das Haus nun weitere Vorzugsaktien ausgeben.

Im Quartal bis Ende Dezember verzeichnete Mitsubishi einen Nettoverlust von 134,1 Mrd. Yen, nach einem Überschuss von knapp 58 Mrd. Yen im Vergleichszeitraum. Es ist der erste Nettoverlust der Bank seit ihrer Gründung Ende 2005. Reuters hat die Zahlen aus dem vorgelegten Neun-Monate- sowie Halbjahres-Ergebnis errechnet.

Millionenverlust

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres fuhr der Konzern einen Nettoverlust von umgerechnet rund 361 Mio. Euro ein. Ein Jahr zuvor hatte MUFG noch einen Gewinn von rund 2,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Prognose für das Gesamtjahr verfehlte deutlich die Erwartungen von Analysten, die von einem Gewinn von 178,5 Mrd. Yen ausgegangen waren.

Die japanischen Banken leiden neben der globalen Rezession auch unter Verlusten im Aktiengeschäft. Anders als westliche Geldhäuser halten sie große Anteile an den Firmen ihrer Geschäftskunden, um ihre guten Beziehungen zu unterstreichen. Vorigen Monat teilte MUFG mit, voraussichtlich 288 Mrd. Yen an der Börse verloren zu haben. Auch die Aktien der Bank selbst büßten von Oktober bis Dezember fast 40 Prozent ihres Werts ein. Im Oktober hatte MUFG für den Kauf von 21 Prozent der Anteile an der US-Bank Morgan Stanley 9 Mrd. Dollar (7,02 Mrd. Euro) auf den Tisch gelegt.(APA/Reuters)

 

Share if you care.