Epcos im ersten Quartal tief im Minus

6. Februar 2009, 10:24
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München - Der Münchner Elektronikkomponenten-Hersteller Epcos ist wegen der Krise der Automobilbranche tief in die roten Zahlen gerutscht. Besserung erwartet der Konzern zunächst nicht. Stattdessen hat Epcos nach Angaben vom Freitag bereits Stellen abgebaut, um die Kosten weiter zu senken.

Das Unternehmen teilte mit, im ersten Quartal 2008/09 (Oktober bis Dezember) unter dem Strich einen Verlust von knapp 30 Mio. Euro verbucht zu haben, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 19 Mio. Euro in den Büchern stand. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 282 Mio. Euro. Am größten war das Minus bei Anwendungen für die Automobil-Elektronik. Die derzeit mit starken Absatzrückgängen kämpfende Autobranche ist der größte Abnehmer von Epcos-Produkten.

Epcos erklärte die schwachen Geschäftszahlen mit der Rezession in weiten Teilen der Welt. "Die Kunden drosselten ihre Produktion nicht nur nachfragebedingt, sondern auch um Lagerbestände abzubauen. Dies führte bei Epcos zur massiven Verschiebung und Stornierung von Aufträgen." Im zweiten Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang auf 260 Mio. Euro. Dies werde auch das Ergebnis negativ beeinflussen.

Um Kosten zu sparen, hat Epcos Kurzarbeit eingeführt und im ersten Quartal 4.100 Jobs gestrichen. "Davon waren etwa jeweils zur Hälfte eigene Mitarbeiter sowie Leiharbeitnehmer und bei Unterauftragsnehmern Beschäftigte betroffen", hieß es. Epcos selbst hatte Ende des vergangenen Geschäftsjahres über 21.000 Mitarbeiter, davon 1.850 in Deutschland.

Die ehemalige Siemens-Tochter gehört mittlerweile zu mehr als 95 Prozent dem japanischen Elektronik-Konzern TDK. (APA/Reuters)

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