Führungskräfte fördern migrantische Mitarbeiter

6. Februar 2009, 19:44
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Erfolgreiches Mentoringprojekt wird fortgesetzt - Einreichfrist läuft bis 20. Februar

Auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten werden qualifizierte Fachkräfte benötigt: "Mentoring für MigrantInnen" - das Programm, das vor rund einem Jahr von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und dem Arbeitsmarktservice (AMS) gestartet wurde - geht aufgrund des großen Erfolges in Wien in die nächste Runde.

Das Projekt bringt erfolgreiche Führungspersonen der Wirtschaft (Mentoren) und qualifizierte Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund (Mentees) zusammen. Bewerbungen sind bis 20.Februar möglich.

Gelebte Integration

Das Mentoring-Programm ist gelebte Integration. Vier Monate lang unterstützen und beraten die Mentoren ihre Mentees und machen sie mit den österreichischen Spezifika am Arbeitsmarkt, in der Geschäftswelt und Gesellschaft vertraut. "Migrantinnen und Migranten stellen ein wichtiges Potenzial für unsere Betriebe dar", sagt die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank. "Sie bringen gefragte Fähigkeiten und Fertigkeiten mit - vor allem interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse. Genau das sind entscheidende Erfolgsfaktoren in Zeiten der Globalisierung.

Multikulturelle Einflüsse machen seit jeher die Wiener Wirtschaft erfolgreich, bunt und lebendig. Von dem Mentoringprojekt profitiert die gesamte Wirtschaft." Claudia Finster, Geschäftsführerin Arbeitsmarktservice Wien: "Das Mentoring-Projekt ist eine zusätzliche Chance für Menschen mit migrantischem Hintergrund, im Arbeitsmarkt besser Fuß zu fassen. Das AMS Wien ist gerne bereit, bei dieser Aufgabe weiterhin mitzuhelfen." "Es gibt in Österreich auch viele qualifizierte und motivierte ZuwanderInnen - doch ihnen fehlen informelle Kenntnisse und Kontakte für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Mit dem Mentoring-Programm hat diese Zielgruppe eine neue Chance", so ÖIF - Geschäftsführer Alexander Janda.

Bisher 300 Teilnehmer

Gerade für international agierende Unternehmen sind Fremdsprachenkenntnisse, Auslandserfahrung und Mobilität wichtige Kriterien bei der Besetzung von offenen Stellen. Es leben viele Zuwanderer in Österreich, die zwar gut qualifiziert sind, denen aber die nötigen Kontakte und Kenntnisse über den Arbeitsmarkt fehlen.

Die Bilanz des bisherigen Projekts ist sehr erfreulich: Gleich im ersten Jahr haben 300 Mentoren und Mentees teilgenommen. Jeder zweite Mentee konnte bereits in den Arbeitsmarkt integriert werden. Eine Umfrage unter den Mentoren wirft ein weiteres positives Bild auf das Projekt: 99 Prozent halten das Mentoring für ein (sehr) sinnvolles Instrument zur Eingliederung von Migranten am Arbeitsmarkt. Und: die Unternehmen engagieren sich dafür - zwischen fünf und zehn Stunden pro Monat wurde von den Mentoren für ihre Mentees aufgewendet.  (red, derStandard.at)

Link

Nähere Informationen zum Projekt unter wko.at/mentoring. Interessierte Mentoren und Mentees können sich bis 20. Februar 2009 bewerben.

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    Das Mentoring-Konzept scheint sich sowohl für MigrantInnen, als auch für Führungskräfte zu bewähren

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