Vorarlberg absolut schwarz, Salzburg noch röter

6. Februar 2009, 21:31
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Bei den ersten beiden Arbeiterkammer-Wahlen haben ÖVP und SPÖ jeweils einen Sieg eingefahren

Feldkirch/Salzburg - Bei den ersten beiden Arbeiterkammer-Wahlen dieses Jahres haben ÖVP und SPÖ jeweils einen Sieg eingefahren. In Vorarlberg hat die ÖVP nun auch in der Arbeiterkammer die absolute Mehrheit. Nach der Wahlschlappe von 2004, als der ÖAAB neun Mandate abgeben musste, haben sich die Konservativen wieder erholt. Mit knapp 53 Prozent und einem Plus von sechs Prozentpunkten erreichte der neue AK-Präsident Hubert Hämmerle sein Wahlziel - die Rückeroberung der absoluten Mehrheit. Die ÖVP stellt nun 38 der 70 Kammerräte.

Herausforderin Manuela Auer, die 2004 für die FSG 14 Mandate dazugewonnen hatte, muss vier Sitze wieder abgeben. Die sozial_demokratischen Gewerkschafter rutschten von 35 auf 29 Prozent ab. „Enttäuschend" für Auer, die Kritik am Wahlmodus übte. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer verloren leicht, halten mit sechs Prozent aber ihre vier Mandate. Ebenso die Migrantenliste NBZ, die knapp unter sechs Prozent fiel.

Trotz eines kleinen Zugewinns von 0,15 Prozent zeigten sich die Grünen enttäuscht. Ihre Liste Gemeinsam mit Sadettin Demir an der Spitze verpasste das vierte Mandat um 35 Stimmen. Der Gewerkschaftliche Linksblock blieb mit 0,46 Prozent ohne Sitz in der Kammervollversammlung. Die Wahlbeteiligung sank von 44 auf 40 Prozent.

FSG siegt in Salzburg

In Salzburg konnte die FSG von Präsident Siegfried Pichler drei Wochen vor der Landtagswahl ihre Zweidrittelmehrheit sogar noch ausbauen - sie legte nach vorläufigen Ergebnissen von knapp 68 auf 69 Prozent zu. Im Gegensatz zu Vorarlberg verloren die schwarzen Gewerkschafter hier deutlich - sie sackten von 20 auf 15 Prozent ab. Dieses Ergebnis könnte auch Signalwirkung für die Landtagswahl am 1. März haben. Zweiter großer Gewinner in Salzburg waren die Freiheitlichen, die von 4,5 auf rund 8 Prozent zulegen konnten. Die Grünen kommen unverändert auf 5 Prozent.

Die Migrantenliste „Mosaik" schaffte mit zwei Prozent erstmals den Einzug in die Kammervollversammlung, wo sie nun einen Vertreter stellt. (jub, peh, DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.2.2009)

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