Bank Julius Bär spürt Finanzkrise

6. Februar 2009, 08:32
posten

Zürich - Der Jahresgewinn 2008 der Schweizer Bank Julius Bär ist um ein Viertel auf 852,3 Mio. Franken (571 Mio. Euro) geschrumpft. Die Finanzkrise und die Abwärtsspirale an den Aktienmärkten haben die verwalteten Kundenvermögen stark vermindert.

Total weist Julius Bär per Ende 2008 insgesamt 338 Mrd. Franken an Kundengelder auf. Die verwalteten Kundenvermögen der Bär-Gruppe schrumpften 2008 um einen Drittel auf 275 Mrd. Franken, laut der Privatbank eine Folge der negativen Wertentwicklung der meisten Anlageklassen, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden (Private Banking) flossen der Bank vergangenes Jahr 17 Mrd. Franken zu, während im Geschäft mit institutionellen Kunden (Asset Management) 27 Mrd. Franken abflossen, wie die auf Vermögensverwaltung spezialisierte Bank bekanntgab.

Der Betriebsertrag der Bär-Gruppe sank um 15 Prozent auf 2,94 Mrd. Franken. Der Dienstleistungs- und Kommissionsertrag ging um 20  Prozent auf 2,2 Mrd. Franken zurück. Das 2007 angekündigte Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Mrd. sFr werde fortgesetzt, teilte das Zürcher Finanzhaus weiter mit.

Julius Bär wird bis auf weiteres von Hans de Gier geführt. Dies gab de Gier, der seit dem Tod von Bär-Chef Alex Widmer im Dezember amtiert, Freitag früh bekannt. (APA/sda)

Share if you care.