Am Samstag gegen den Abstieg

5. Februar 2009, 20:27
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Nach 1:2-Niedelage gegen Dänemark wartet Bosnien-Herze­gowina oder Luxemburg - Sieg nur in bedeutungslosem Doppel

Tallinn - Das österreichische Tennis-Damen-Nationalteam kämpft in der Europa/Afrika-Zone I des Fed-Cups gegen den Abstieg. Die stark ersatzgeschwächte ÖTV-Truppe verlor ihr zweites Gruppenspiel bei dem Turnier in Tallinn am Donnerstag gegen Dänemark mit 1:2 und hat damit schon vor der bedeutungslosen abschließenden Partie gegen Weißrussland am Freitag (15.00) den letzten Platz in der Gruppe C sicher. Patricia Mayr und Co. müssen damit am Samstag im Abstiegsspiel gegen Bosnien-Herzegowina oder Luxemburg gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern.

Österreichs Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar hatte gegenüber der 1:2-Niederlage gegen Slowenien Nikola Hofmanova als zweite Einzelspielerin neben Mayr nominiert. Der Erfolg blieb allerdings aus, die 18-jährige Hofmanova zog gegen Hanna Skak Jensen (1:6,5:7) genauso klar den Kürzeren, wie Mayr erwartungsgemäß gegen die Weltranglisten-13. Caroline Wozniacki (2:6,1:6).

Hofmanova "sehr nervös"

Hofmanova steigerte sich zwar nach schwachem ersten Satz und konnte im zweiten "Durchgang" beim Stand von 4:5 auch drei Matchbälle abwehren, musste sich aber schlussendlich trotzdem der in der Weltrangliste um 13 Ränge schlechter klassierten Dänin nach 1:23 Stunden mit 5:7 geschlagen geben. "Ich war zu Beginn sehr nervös und habe kaum einen Ball ins Feld gespielt. Im zweiten Satz bin ich dann besser in die Ballwechsel hineingekommen. In Summe war es eine Leistung mit Licht und Schatten", resümierte Hofmanova.

Mayr konnte gegen Wozniacki nur bis zum 2:2 gut mithalten, ehe Wozniacki ihre Klasse eindruckvoll ausspielen konnte. "Wozniacki war einfach zu stark für mich. Ich habe phasenweise zwar ganz gut mitgehalten und habe auch versucht, Varianten in mein Spiel einzubauen, aber sie hat gezeigt, warum sie in der Weltrangliste so weit vorne steht", musste sich Mayr nach der nur 65 Minuten dauernden Partie eingestehen.

Österreich ist damit schon vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Weißrussland am Freitag fix Letzter, da bei Punktegleichheit die direkte Begegnung zählt. Die ÖTV-Auswahl kann zwar mit einem Sieg nach Punkten noch mit Slowenien oder Dänemark, die ebenfalls aufeinandertreffen, gleichziehen, hat allerdings beide direkten Duelle verloren. Österreich wird nun gemäß des Fed-Cup-Rankings als einer der vier Gruppen-Letzten gesetzt, mögliche Gegner am Samstag sind Bosnien-Herzegowina oder Luxemburg. (APA)

 

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    Harte Zeiten für Alfred Tesar.

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