1989 - Als der Ostblock zerbrach

Als Bürgermut die Diktatur besiegte

5. Februar 2009, 19:25
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    So sah Standard-Karikaturist Oliver Schopf die Ereignisse in Polen vor 20 Jahren. DER STANDARD wird ab nun in loser Folge Artikel aus dem Wendejahr nachdrucken und mit aktuellen Berichten ergänzen.

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    foto: ap/sokolowski

    Verhandler der polnischen "Solidarität" 1989 bei den Gesprächen mit der kommunistischen Staatsmacht am "Runden Tisch" in Warschau: Bronislaw Geremek (3. v. li; später polnischer Außenminister), rechts neben ihm Tadeusz Mazowiecki (ab Sommer '89 Premier) und Lech Walesa (1990-95 Präsident)

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Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall: Die Wende begann in Polen

Vor zwanzig Jahren ging der Eiserne Vorhang auf und die Berliner Mauer wurde niedergerissen, Prag feierte seine "samtene Revolution". Damals glaubten viele an den Triumph des westlichen Kapitalismus, der nun ins Trudeln geraten ist.

***

Polens Premier Donald Tusk ist es vor wenigen Tagen in Davos gelungen, von seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin die Zusage zu einem Polenbesuch im Frühjahr zu erhalten. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit langem gespannt, doch heuer, zwanzig Jahre nach 1989, sehen die Polen die Chance, sich als Vorkämpfer einer Welt ohne Kalten Krieg allseits positiv darzustellen.

Der 6. Februar ist der erste markante Termin in diesem an Gedenktagen - von der Öffnung des Eisernen Vorhangs zwischen Ungarn und Österreich über den Fall der Berliner Mauer bis zur "samtenen Revolution" in Prag - reichem Jahr. 1989 setzten sich in Warschau am 6. Februar die kommunistischen Machthaber um General Wojciech Jaruzelski erstmals mit den Oppositionellen um den Gewerkschafter Lech Walesa an den "Runden Tisch", wie er später auch in anderen Ländern des damaligen Ostblocks eingerichtet wurde.

Für Lech Kaczynski, den rechtsnationalen Präsidenten Polens, grenzten die damaligen Verhandlungen an Kollaboration. Und der 83-jährige Czeslaw Kiszczak, vor zwanzig Jahren Premier des kommunistischen Polen, sagte dieser Woche in einem Interview, dass es Walesa nur um sein Image gegangen sei. Doch die Form des Tisches symbolisierte die Gleichberechtigung der bis dahin geächteten, zeitweise eingesperrten Oppositionellen mit den KP-Funktionären, die damit schon halb kapituliert hatten. Das Tor zu einer gewaltlosen Wende öffnete sich. In Polen hatten sich Teile der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder gegen die Parteiendiktatur gewehrt, nach den großen Streiks im Sommer 1980 und der Entstehung der Gewerkschaft "Solidarität" war es sogar die Bevölkerungsmehrheit gewesen.

Anfang 1989 sah Jaruzelski ein, dass Polen ohne Machtteilung mit der Opposition wirtschaftlich zusammenbrach. Da damals in Moskau seit drei Jahren mit Michail Gorbatschow ein pragmatischer Reformer herrschte, war zu hoffen, dass er einem aus der Reihe tanzenden Ostblockland keine Panzer schicken werde. An Polens "Rundem Tisch" wurde die Abhaltung teilweise freier Parlamentswahlen ausgehandelt, die der KP aber die Spitzenposition sichern sollten.

Doch als die Wahlen am 4. Juni abgehalten wurden, feierte die zur Partei mutierte "Solidarität" einen derart triumphalen Sieg, dass in der Folge zum ersten Mal im Ostblock ein Nichtkommunist - Tadeusz Mazowiecki - Regierungschef wurde.

Die Wahlen wurden von einem anderen welthistorischen Ereignis überschattet: Auf Pekings Platz des himmlischen Friedens walzten Panzer die chinesische Demokratiebewegung nieder, es gab hunderte Tote. Das Risiko, dass sich solch ein Massaker anderswo wiederholen könnte, beschäftigte die Bürgerrechtler 1989 intensiv, obwohl die Wende nachher, als sie geschafft war, vielen Menschen wie selbstverständlich vorkam.

Am 5. Juni 2009 sind zu einer großen Veranstaltung in Warschau Michail Gorbatschow und, als Vertreter Deutschlands, Altkanzler Helmut Schmidt eingeladen. Überschattet wird dieses Ereignis auch dieses Mal: von der größten Wirtschaftskrise, die Polen und die Welt in diesen zwanzig Jahren erlebt hat. Der plötzliche Niedergang des 1989 als siegreich angesehen Kapitalismus dämpft die Feierlaune auch anderswo. Der Schriftsteller Pavel Kohout, ein Protagonist des Prager Frühlings von 1968, gab in einer Diskussionssendung im Radioprogramm Ö1 kürzlich zu bedenken, dass es 1989 in erster Linie um die Erlangung der parlamentarischen Demokratie, um die Abschüttelung der Diktatur gegangen ist.

Freiheitsdenkmal verschoben

In Deutschland haben Meinungsverschiedenheiten über die Frage, wer mehr zum Mauerfall beigetragen hat, dazu geführt, dass es auch 2009 das längst beschlossene "Einheits- und Freiheitsdenkmal" nicht geben wird. Nach langen Debatten wurde entschieden, dass um 15 Millionen Euro ein Monument in Berlin und ein weiteres in Leipzig errichtet wird, wo im Herbst 1989 hunderttausende Menschen bei den Montagsdemos für Ausreisefreiheit und Demokratisierung der DDR auf die Straße gingen. Die Denkmale werden heuer sicher nicht mehr fertiggestellt.

1989 hing die Entwicklung in der DDR unmittelbar mit den Veränderungen in Ungarn zusammen, wo seit 1988 KP-Reformer an der Macht waren, die den Forderungen der Zivilgesellschaft entgegenkamen. Dazu gehörte auch, dass ein humaner Rechtsstaat seine Grenzen nicht abschotten konnte, als ob das Land ein Hochsicherheitsgefängnis wäre. Zehntausende "Ossis", die in Ungarn Urlaub machten, sahen plötzlich die Chance, ohne langwierige Ausreiseverfahren oder lebensgefährliche "Republikflucht" in den Westen zu gelangen. Im Juni durchtrennten Alois Mock und Gyula Horn, die damaligen Außenminister Österreichs und Ungarns, symbolisch den Stacheldraht. Ab September war die Ausreise aus Ungarn in den Westen für alle möglich.

In der Wiener Hofburg wird im Mai im Rahmen einer u. a. vom Außenministerium initiierten Veranstaltungsreihe eine internationale Konferenz über diesen "Aufbruch in ein neues Europa" stattfinden. (Auf der Ebene der Europäischen Union wurde die Abhaltung eines EU-Sondergipfels im September in Polen überlegt, um an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren zu erinnern.)

Im Zusammenhang mit 1989 wird heuer auch der Wende in Rumänien und Bulgarien sowie des Endes der Pinochet-Diktatur in Chile gedacht. Näher liegt die samtene Revolution in der damaligen Tschechoslowakei, wo Massendemonstrationen Václav Havel vom verfemten Dissidenten in wenigen Tagen zu gefeierten Dichter-Präsidenten machten. Heuer wollen tschechische Künstler den Menschen in europäischen Städten aktionistisch näherbringen, wie es sich im Ostblock lebte.

Konferenzen und Symposien, bei denen es auch um die Frage gehen wird, ob 2009 der globalisierte Turbo-Kapitalismus ähnlich am Ende ist wie 1989 die Planwirtschaft, stehen auch in Berlin auf dem Programm, wo es zudem ein mehrtägiges "Bürgerfest" geben soll. Am 9. November, dem eigentlichen Jahrestag, soll zur Erinnerung an den Mauerfall eine 2,5 Kilometer lange Wand aus fast 1,5 Meter hohen Dominosteinen aufgestellt und dann umgeworfen werden. (Erhard Stackl/DER STANDARD, Printausgabe, 6.2.2009)

Ein Buch von Erhard Stackl zur Geschichte der Wende erscheint mit dem Titel "1989 - Sturz der Diktaturen" im März im Czernin-Verlag.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 45
1 2
Papp Kamerad
11
14.2.2009, 17:24
Auch dass es in Polen begann, ist ein Mythos: Ungarn war Vorreiter des Niedergangs des Ostblocks. Nach der blutigen Niederschlagung der Revolution von 56 trauten sich die Sowjets nie wieder, die Daumenschrauben so stark an die Magyaren anzulegen,...

Es entstand eine soz Parallelges. unter Janos Kadar, die deutl. mehr Freiheiten zuließ als sonstwo im Osten

*Ungarn verabschiedet 89 als erster Ostblock-Staat ein Gesetz, das die Bildung von Parteien, Gewerkschaften und anderen politischen Vereinigungen zulässt. Außerdem wird ein Versammlungsrecht beschlossen. (Zitat aus Website
1989-2009.at)
*Im Juni (oder wars Juli?!) zerschnitten Gyulay Horn und Alois Mock in einer symbolischen Geste den Grenzzaun zwischen Österreich und Ungarn, somit war der "Eiserne Vorhang" im Grunde schon irreversibel zerstört!
*Im November ließen die Ungarn zigtausende Ostdeutsche mit dem Zug nach Österreich einreisen, der Fall der DDR war beschlossene Sache...

Schilderungen natürlich stark verkürzt

Wlodzimierz b
 
00
14.2.2009, 22:08
Wenn schon Wettbewerb (grausam genug), dann

Posener Aufstand im Juni 1956 ist als "Vorbildfunktion für andere Erhebungen im Ostblock zugesprochen". Streik der Arbeiter von Posen und eine sich daraus entwickelnde gewaltsame Auseinandersetzung mit der polnischen Armee. Am 28 Juni 1956 schlug das Militär die Proteste blutig nieder. 57 Menschen kamen ums Leben, über 700 wurden verletzt. im September 1956 wurden Prozesse gegen 58 Aufständische eröffnet. Parallel kam es immer wieder zu Unruhen im ganzen Land. Nicht zu vergessen sind Aufstände in den Jahren 1968, 1970/72/75/76, August 1980, Dezember 1981 Verhaftungen, Verbannungen (selber getroffen) Internierungen. Ohne zweifeln schon 1980 wurden freie Gewerkschaften in Polen der Hauptträger des Widerstandes im Ostblock.

Wlodzimierz b
 
00
14.2.2009, 22:57
Der polnische Widerstand war vor allem im (weiter)

Untergrund durch verschiedene intellektuelle (Gieremek, Michnik, Kuron, Mazowiecki, Frasyniuk, Tusk... Gruppierungen (zB. KOR schon in den 50ger Widerstand)) die um die Gotteshäuser sich versammelt und aktiv gegen Machthaber entschieden gekämpft haben. Ihre Arbeit war nicht zu unterschätzen. Von ihnen haben wir erst erfahren welche Verbrechen NKWD an polnischen Offizieren und Beamten verübt hat. Auch der Überfall am 17 September 39 konnte nicht mehr verheimlicht werden. Die Polens Geschichte wurde durchgewirbelt. Gesetze der freien Gewerkschaften wurden schon 1980/81 verabschiedet. Und der "Runde Tisch" mit dem Beschließen der ersten freien Wahlen in Polen und damit im Ostblock wurde, als Tatsache anerkannt und in die Freiheit eingeleitet.

Artischocke
 
24
Die Menschen im Osten

hatten wenigstens den Mut gegen die Herrschenden aufzustehen. Im Westen setzt man sich lieber mit Bier und Chips vor den Fernseher.

povoa de varzim
 
00
30.4.2009, 19:48
das mag daran liegen, dass im Westen...

Demokratie, Wohlstand und Freiheit herrschen, während im Ostblock Diktatur, Armut und Unterdrückung das Leben geprägt haben.


lg

asdfjklö1234
11
16.2.2009, 10:23

schon aber das liegt daran, dass es uns im "westen" im grunde nicht besser gehen könnte. (abgesehen von ein paar ungerechtigkeiten die es immer geben wird und an denen man zu arbeiten hat). wenn man aber zurückblickt - in die notzeiten nach dem krieg dann erkennt man, dass wir gute regierungen hatten, dass alle zusammengearbeitet haben usw.

wichtig wäre es, wenn uns allen bewusst wird, wie gut es uns eigentlich geht. im grunde müsste sich diese erkenntnis durchgesetzt haben, wenn man mit ärmeren ländern mitleid hat.

gert poelzl1
15
@ Artischocke

hohles Gerede, wie üblich.
Wie alt waren Sie denn damals, als die Mauer fiel ?
Denn:
Erstens sehnten sich diese Leute nach dem politischen System, das gerade Leute wie Sie hier dauern verhöhnen aber damit noch nicht genug. In der ehemaligen DDR tat sich vor Gorbatschow gar nix. Die mussten 1968 sogar in die CSSR einrücken um der UdSSR eine bestimmte mediale Anständigkeit in ihrem Handeln zu bezeugen.

Erst als Gorbatschow mit seiner Glasnost, Perestroika und seinem gemeinsamen Haus kam, wurde es dort lichter.
Wenn das wieder so ein Schuft gewesen wäre, wie der Breschniew z.B. dann frag ich mich, ob D heute vereint wäre.

Also kurz, die Leute dort zu verherrlichen, zeugt ja doch von sagenhafter Unkenntnis der Geschichte.


Papp Kamerad
00
14.2.2009, 17:12
Wenns schon dozieren, dann richtig

Die DDR Führung wollte zwar in die CSSR einrücken (lassen) aber die Sowjets verweigerten ihre Zustimmung - aufgrund der damit entstehenden noch schlechteren - historisch bedingten - Optik als es ohnehin schon eine war.

Also, Kampf dem Mythos: es gab keine DDR Truppen in der CSSR.

FerdlGriesgram
00
11.2.2009, 19:29

@ gert poelzl1

also, die printmedienberichte über gorbatschows pension hab ich eigenhändig gesammelt und ausgeschnitten. sie erinnern sich noch an die zeit, als man kaum computer in privathaushalten kannte? die artikel sind übrigens nicht von der "volksstimme" oder der "tribüne für die wahrheit" oder aus "neues deutschland" sondern z.b. vom britischen guardian, als referenzmedium genannt.

ich konnte also 1992, aus dem Jahr sind die Berichte, mit Schere und Papier und mit für mich nicht muttersprachlichen publizierenden medien umgehen.

neue schätzung bitte.

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
00
11.2.2009, 19:55

klingt irgendwie nach pappmaché arbeiten im kindergarten.

Alexei Pavlov
30

Was heisst "Wenn das wieder so ein Schuft gewesen wäre"?

Der Gorbi ist ja eben ein Schuft.

Noch bevor er von Andropow nach Moskau berufen wurde,hatte er in engeren Kreisen des Bezirks Stawropol,wo er als 1. Parteisekretaer taetig war,den Spitznamen "Michi-Kouvertchen" ("Misch-Konvertik"). In Kouverts bekam er Schmiergeld.

Und wie die Prager "Samtrevolution" manipuliert wurde,ist laengst bekannt:Der Leutenant des tschechischen Sicherheitsdienstes spielte einen "unschuldigen,waehrend der Demo von den blutruenstigen kommunistischen Monstern ermordeten Studenten"(ich glaub',unter dem erfundenen Namen Martin Schmied) vor.

Aber Ihnen ist doch sicherlich jede Luege recht, wenn sie zum Ziel fueht. Und ein Korruptionaer kann zum Held werden?

gert poelzl1
12
10.2.2009, 00:38
@ pavlov

was er vor seiner Machtübernahme gemacht hat, ist völlig unbedeutend. Seine Sendung war, an die Macht zu kommen und endlich den kalten krieg zu beenden.

Wenn er die Dinge nicht so gemacht hätte, wie er sie gemacht hat, wäre er nie an die Macht gekommen.

Für mich ist Gorbatschow der grösste Mann des 20.sten Jahrhunderts.
Was man ihm vorwerfen kann, ist es bestimmte perverse Wirkungen nicht vorausgesehen zu haben....

FerdlGriesgram
50
11.2.2009, 18:32

ach, was hat er gemacht, der herr gorbatschow. eine schöne pension hat er sich erarbeitet, direkt aus washington bezahlt.
hat nur dafür gekämpft, nicht mehr nur einfache kuverts erhalten zu dürfen.

ich bin mit putin kaum einer meinung, aber als er meinte, der zusammenbruch der sowjetunion war die größte geopolitische katastrophe des 20. jahrhunderts, konnte ich dem beipflichten.

und tue das noch immer.

twosisters
00
.....grundsätzlichh ...

kann ich Deiner Argumentation folgen - NUR : die Truppen der NVA sind weder in Ungarn 1956 einmarschiert noch an der Niederschlagung des Prager Frühlings beteiligt gewesen!

Nehme mal an, das wäre sogar den Ultra Falken im Kreml zu viel gewesen...

MfG
MTS

Wlodzimierz b
 
01
10.2.2009, 13:31
Stimmt nicht.. NVA war sehr wohl an Prager Frühling

beteiligt gewesen. Zwar keiner direkte Angriff-Niederschlagung (das haben auch keine andere "Bruderstaaten" getan außer Sowjetarmee), aber NVA war als Flanke Sicherung in Glogow/Glogau 200 km von tschechoslowakischer Grenze in Polen meiner Geburtsstadt einmarschiert. Ich bin der Zeuge dieses Geschehens.
Sie sind auf der Aleja Wolnosci/ Freiheits Allee in Glogow/Glogau mit russischen Radpanzern in die Stellung des Einsatzes gegangen.
mfG
Zeitzeuge

twosisters
00
10.2.2009, 20:37
....bezugnehmend auf ihr posting weiter oben:

"Die mussten 1968 sogar in die CSSR einrücken " - Ihre Worte!
Jetzt:"200 km von tschechoslowakischer Grenze in Polen" ......

Tut mir leid, dass Sie so etwas mit ansehen & erleben mussten!

MfG
MTS

Wlodzimierz b
 
00
10.2.2009, 22:13
Sind Sie sicher, dass Sie sich auf mein Postig berufen?

Ich habe in keinem meinen Posting behauptet, dass NVA in die Tschechoslowakei einmarschiert ist. Nur lediglich, dass sie den Rückzug der Roten Armee in die Kasernen in Polen gesichert sollten. Und das habe ich als 14 Jährige erlebt. Also entweder haben sie die Postings verwechselt, oder handelt sich grundsätzlich um ein Missverständnis.

twosisters
00
10.2.2009, 21:26
@Wlodzimierz b

...upps, habe Ihnen da Worte in den Mund gelegt, die gar nicht von Ihnen kamen - sorry ;=)

MfG
MTS

gert poelzl1
11
@ twosisters

beim Ungarnaufstand, der wahrscheinlich mit Hilfe des Westens inszenert wurde, war ich 10 Jahre alt. Das war gerade ein Jahr nach dem österr. Staatsvertrag und ein Jahr vor dem Sputnik und 5 Jahre vor der Berliner Mauer und dem Treffen zwischen Kennedy und Chrustschow in Wien.
Dort hat natürlich niemand anders eingegriffen, als die Russen. Die Ungarn haben dann ca 40 Jahre 'Ruhe gegeben' nachdem die Russen ihren Gulaschkapitalismus stillschweigend hinnahmen.
Mir ist nur die Verherrlichung des Mutes der Leute im Osten durch den Poster, dem ich in meinem ersten Posting antwortete, auf die Nerven gegangen.
Der hat nämlich von nichts eine Ahnung und verseucht hier mit seinem Stuss das Forum. Eine fruchtbare Diskussion wird damit unmöglich.

Alexei Pavlov
30
10.2.2009, 12:08

Haben Sie auch mitbekommen, dass Horti-Anhaenger mit ihren (aus dem WW2 stammenden) Waffen den (militaerisch gesehen) wichtigsten Teil der Meuterei bildeten?

twosisters
00
10.2.2009, 21:08
....Horti-Anhaenger mit ihren (aus dem WW2 stammenden) Waffen .....

...meinen Sie etwa Anhänger von Miklós Horthy, den ungarischen Reichsverweser?
...wäre doch korrekt wenn Sie den Namen richtig schreiben würden!
BTW: Wie hätte er das als 10 jähriger mitbekommen können?

Für diese Behauptung - und ich sage nicht, dass es nicht stimmt - hätte ich gerne ein paar Links oder einen Buchtip!
Danke im Voraus!

MfG
MTS

Dr Fischer
36
NIEMALS VERGESSEN

kaum vorbei/nicht erlebt, wird vieles von vielen vieler(linker)orts immer wieder auf unerträgliche weise verharmlost und heruntergespielt (zB Kuba-Nostalgik, Ostblock-Nostalgik, China...), dass einem schlecht wird.

Didier Nonamer
23
ich kapiere das nicht..

so wie die rechten den Nationalsozialismus immer relativieren wollen. Es starben millionen im Sozialismus. Verfolgung, keine Menschenrechte, Überwachungsstaat usw., leider haben die linken im Westen das nicht begriffen, weil sie es nicht mit eigenen Augen gesehen haben. Augenzeugenberichte könnten helfen.

TrifterSepp
 
00
30.4.2009, 14:24
Relativieren

Das hat nichts mit relativieren zu tun. Was im Nationalsozialismuss geschah war unbeschreiblich und sollte allerorts bekannt sein. Jedoch wird das Geschehene in der Sovijetunion und China meist verschwiegen, und dadurch erklärt dass die "Rechten" nur relativieren.

Alexei Pavlov
53

Die westlichen Demokratien sind fuer viel mehr Opfer und Menschenrechstverletzungen verantwortlich, als zB die SU.

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