Grünes Licht für Villenkauf russischer Milliardärin

5. Februar 2009, 16:16
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Kein Einspruch von Landesgrundverkehrsreferent - Baturinas Anwalt: "Wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Austausch soll stattfinden"

Innsbruck - Als sogenannte "Wahltirolerin" wird sich die russische Milliardärin und Frau des Moskauer Bürgermeisters, Jelena Baturina, bald bezeichnen können. Nachdem vor einer Woche die Bezirkshauptmannschaft (BH) Kitzbühel dem Kauf einer Villa in der Gemeinde Aurach zugestimmt hat, wird auch der Landesgrundverkehrsreferent von einem Einspruch absehen. "Das öffentliche Interesse ist gegeben", erklärte Hermann Riedler am Donnerstag der APA. Dem Hauskauf steht damit nichts mehr im Weg.

"Eine Berufung ist nicht notwendig", fügte der Landesgrundverkehrsreferent hinzu. Die erste Instanz habe sich ausführlich mit den Genehmigungskriterien auseinandergesetzt. Wird der positive Bescheid der BH Kitzbühel von Riedler innerhalb 14 Tagen nicht beeinsprucht, wird dieser rechtskräftig.

"Beide Seiten können profitieren"

"Es wird ein Austausch auf wirtschaftlicher, kultureller aber auch auf sozialer Ebene zwischen Russland und dieser Gegend stattfinden", schilderte Rechtsanwalt Emilio Stock Baturinas Vorhaben, "beide Seiten können von dieser Zusammenarbeit profitieren." Schon in den vergangenen Jahren habe sie sich darum bemüht. Die Bauunternehmerin habe "ihr Herz an diese Gegend verloren". Wenn der positive Bescheid ergehe, könne Baturina noch im Februar im Grundbuch stehen.

Für die Bauunternehmerin und Frau des Moskauer Bürgermeisters war es bereits der zweite Anlauf, das Doppelhaus in der Auracher Kochau bei Kitzbühel zu erwerben. Zuvor wollte Baturina das rund 2.000 Quadratmeter große bebaute Grundstück über eine Gesellschaft erwerben, was die Landesgrundverkehrskommission ablehnte. Danach war die Russin selbst als Käuferin aufgetreten und hatte auf "öffentliches Interesse" gehofft. (APA)

 

 

 

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