Protest gegen "EULEX-Mission und Sicherheitslage"

5. Februar 2009, 14:00
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Grenzübergänge und Verkehrswege im Nordkosovo blockiert

Mitrovica/Belgrad - Serben im Nordkosovo haben mit ihren Fahrzeugen zwei Grenzübergange zu Serbien und auch mehrere Verkehrswege in diesem Teil des jungen Landes blockiert. Die einstündige Verkehrsblockade war nach Angaben von Veranstaltern, lokalen serbischen Kommunalbehörden, gegen die Präsenz der EULEX-Mission an den Grenzübergängen in den Ortschaften Brnjak und Jarinje, aber auch die "verschlechterte Sicherheitslage" im Nordkosovo gerichtet. Darunter wird nach früheren Angaben lokaler serbischer Politiker die Tatsache verstanden, dass die kosovarischen Sicherheitskräfte jüngst ihre Tätigkeit in der Region aufgenommen haben.

Zur Mittagszeit wurden eine Stunde lang auch die Verkehrswege, die Mitrovica mit Raska und Ribaric in Serbien verbinden, blockiert. Es würde sich nur um eine erste Protestphase handeln, erklärte der Bürgermeister von Zubin Potok, Slavisa Ristic, gegenüber Belgrader Medien.

Brand vor einem Jahr

Der Protest an den zwei Grenzübergängen war laut Medienberichten zunächst ruhig verlaufen. Vor knapp einem Jahr waren die Grenzübergänge in Brnjak und Jarinje von ortsansässigen Serben aus Protest gegen die einseitige Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo in Brand gesetzt worden. Die EULEX-Mission hatte erst kürzlich die Arbeit an den zwei Grenzübergängen aufgenommen.

Die aus Serbien in den Kosovo importierte Ware wird von EULEX-Zöllnern zur Zeit nur registriert, die Zölle werden aber nicht einkassiert. Am Grenzübergang Jerinje haben sich während des heutigen Protestes Angehörige der EULEX-Polizei und der internationalen Schutztruppe KFOR befunden, berichtete die Belgrader Presseagentur Beta. (APA)

 

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