Ruhepuls verrät Herzinfarktrisiko

6. Februar 2009, 11:13
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Über 76 Herzschläge pro Minute sprechen laut Studie bei Frauen für höhere Gefährdung

Wien - Ältere Frauen mit hohem Ruhepuls sind laut einer groß angelegten US-Langzeitstudie eher von Herzinfarkten betroffen als Frauen mit niedrigem Puls. Da ein hoher Ruhepuls vor allem auf das Rauchen zurückgeführt werden kann, bleibt das neben Alkoholkonsum und Diabetes die Hauptursache für Herzinfakt. Die Ergebnisse der Studie, die vom britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca durchgeführt wurde, sind in der aktuellen Ausgabe des British Medicine Journal nachzulesen.

Sieben-Jahres-Studie

Die ForscherInnen untersuchten 130.000 Frauen, die die Wechseljahre bereits hinter sich und damit den natürlichen Schutz vor Herzinfarkten durch Östrogene verloren hatten. Bei Studienbeginn hatte keine Probandin Herzprobleme aufgewiesen. Sieben Jahre lang wurden bei dieser Beobachtungsgruppe alle Krankenhausaufenthalte registriert und analysiert, sofern sie auf ein Herzproblemen zurückgingen. Daneben wurden Puls, Blutdruck und Cholesterolspiegel gemessen sowie der Konsum von Zigaretten und Alkohol registriert.

Ursache Rauchen und Diabetes

2.281 der Frauen erlitten im Beobachtungszeitraum einen Herzinfarkt oder starben aufgrund einer Herzkrankheit. Rauchen und Diabetes erwiesen sich als deutlichste Risikofaktoren, doch daneben war auch der Pulsschlag in Ruheposition relevant. Frauen mit über 76 Herzschlägen pro Minute waren 1,6 Mal häufiger von Infarkten betroffen als diejenigen, deren Puls unter 62 lag. Die Frauen mit hohem Puls hatten tendenziell höhere Werte bei Gewicht, Blutdruck und Cholesterin. Sie rauchten öfter, konsumierten mehr gesättigte Fettsäuren und waren häufiger Diabetikerinnen oder depressiv. (pte/red)

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    2.281 der 130.000 Probandinnen erlitten im Beobachtungszeitraum einen Herzinfarkt oder starben aufgrund einer Herzkrankheit. Ein hoher Puls erwies sich als verdächtig.

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