"Es war eine Lose-Lose-Situation"

5. Februar 2009, 14:47
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Grünen-Chefin Eva Glawischnig im Gespräch mit Hans Rauscher über die Causa Voggenhuber, Genderkampf und ihr Fahrrad mit Babysitz

"Es war eine Lose-Lose-Situation" und "ich bitte um Verständnis, dass Entscheidungen, die getroffen wurden, auch einzuhalten sind", meint Grünen-Chefin Eva Glawischnig im Gespräch mit Hans Rauscher zur Causa Voggenhuber. Dass dieser nun nicht mehr bei der EU-Wahl kandidiert, sei die Entscheidung des erweiterten Bundesvorstandes gewesen und keineswegs eine persönliche Racheaktion Glawischnigs am Grünen Quergeist: "Ich habe mit ihm nie einen Konflikt gehabt, er mit der Parteispitze jedoch immer wieder." Jede andere Lösung zu Voggenhuber hätte laut der Parteichefin genauso polarisiert.

Zu ihrer Rolle als Van der Bellen-Nachfolgerin merkt Glawischnig an, dass sie gerne mehr Zeit gehabt hätte, die Partei zu übernehmen. Die pro-europäische Haltung der Grünen bleibe auf alle Fälle unverändert, wobei es "völlig wurscht" sei, wie die Linie der Kronen Zeitung aussieht.

Grüner Kampf Frau gegen Mann?

"Das ist für mich völlig absurd", meint Glawischnig zur Frage, ob es sich bei der Debatte um die EU-Kandidatur um einen Genderkampf innerhalb der Grünen handle, wie Voggenhuber angedeutet hatte. Offensichtlich gäbe es in Österreich noch Nachholbedarf, wenn eine Frau als Parteichefin und ihre Entscheidungen für eine derartige Diskussion - auch in den Foren von derStandard.at - sorgt.

Gegenfrage und Baby am Fahrrad

Am Schluss des Video-Interviews konfrontiert Glawischnig Rauscher mit der Gegenfrage, ob er selbst die Debatte für einen grünen Kampf zwischen Mann und Frau halte. Die Antwort darauf und Rauschers eindringliche Warnung vor der Benutzung von Glawischnigs neuem Fahrrad samt Babysitz, das im Büro parkt, finden sich in der obigen Folge von RAU-TV. (rasch, derStandard.at, 5.2.2009)

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