Otto-Versand: 90 Prozent der Gekündigten Frauen

5. Februar 2009, 13:31
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Logistik-Niederlassung des Unternehmens in Graz schließt Anfang 2010 - Geschäftsführer optimistisch, dass Betroffene wieder Job bekommen

Graz - Rund 90 Prozent der etwa 270 MitarbeiterInnen des Otto-Versandes in der Logistik-Niederlassung in Graz, die Anfang 2010 schließt, sind Frauen. Die Angestellten hätten zwar gewusst, dass im Konzern eine Umstrukturierung bevorstehe, wegen der hohen Produktivitätszahlen und der guten Kostenstruktur hätte aber kaum jemand mit der Schließung gerechnet, so Geschäftsführer Harald Gutschi.

Die rund 270 Beschäftigten seien am Mittwochnachmittag in einer Betriebsversammlung davon informiert worden. Seitens des Landes Steiermark hieß es, man werde die "klassischen Maßnahmen" für solche Fälle anwenden, also Weiterqualifizierung der MitarbeiterInnen und eventuell auch eine Arbeitsstiftungslösung.

Durchschnittsalter 41, hoch qualifiziert

Das Durchschnittsalter der Leute, die ihren Job verlieren, beträgt 41 Jahre. Er glaube aber aufgrund der hohen Qualifikation, dass es für die meisten MitarbeiterInnen gute Chancen gebe, wieder einen Job zu bekommen. Man habe für Kalsdorf mehr Abwicklung für Retourware gewollt, aber diese Entscheidung sei dann zugunsten Hamburgs gefallen.

Erhalten bleiben in Österreich die Otto-Standorte in Graz mit der Verwaltung, Vertrieb, Marketing und einem Callcenter (rund 270 MitarbeiterInnen), in Salzburg (Verwaltung, 100 MitarbeiterInnen), in Linz mit Finanzdienstleistungen (100 MitarbeiterInnen) sowie die das Großgutlager in Bergheim bei Salzburg (60 MitarbeiterInnen). Derzeit hat Otto in Österreich rund 800 MitarbeiterInnen, inklusive jene des zu schließenden Standortes Kalsdorf. (APA)

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