US-Börsenaufsicht deckt Millionenbetrug auf

5. Februar 2009, 12:44
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Auch deutsche Investoren sind geschädigt worden

Washington - Die US-Börsenaufsicht SEC hat einen Fall von Aktienbetrug aufgedeckt, bei dem auch deutsche Investoren geschädigt worden sind. Vier Männer aus Chicago im US-Bundesstaat Illinois verkauften dabei über europäische Mittelsmänner US-Aktien zu einem Kurs von weniger als fünf Dollar (3,9 Euro) an die Anleger, wie die SEC am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Die Mittelsmänner stellten demnach hohe Gewinne in Aussicht und übten Druck auf die Investoren aus. Sie gaben vor, dass für die Wertpapiere keine oder nur eine sehr geringe Kommissionsgebühr anfallen würde. Tatsächlich betrug diese den Angaben zufolge aber mehr als 60 Prozent.

Nach SEC-Angaben konnten die Betrüger zwischen März 2007 und Dezember 2008 auf diese Weise mindestens 44,2 Mio. Dollar einnehmen. Davon entfielen 29 Mio. Dollar auf die Kommissionsgebühr für die Aktienkäufe. Betroffen seien 1.400 Investoren aus Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern. Einer der Verdächtigen ist den Angaben zufolge ein 42-jähriger Deutscher, der kürzlich die US-Staatsbürgerschaft annahm. (APA)

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