FrauenMediaTurm feiert 25er

5. Februar 2009, 11:50
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Generaldirektorin der Staatsbibliothek Berlin neu im Vorstand des Informationszentrums zur Geschichte der Emanzipation

Der FrauenMediaTurm (FMT) hat eine neue Frau an der Spitze: Neben Journalistin Alice Schwarzer und Autorin Ursula Scheu ("Nicht als Mädchen geboren") ist Barbara Schneider-Kempf nun Vorstand des Archivs und Dokumentationszentrums für Frauenfragen. Seit 2004 ist sie Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, der größten wissenschaftlichen Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum, seit 2006 war sie bereits im Beirat des FMT.

"Echte Wunderkammer"

Anlässlich der FMT-Ausstellung "Frauen, die forschen" hielt Schneider-Kempf einen Vortrag über "die Notwendigkeit von Spezialbibliotheken". Die Herrin über zehn Millionen Bücher betonte darin die Notwendigkeit eines solchen "bewahrenden" und informierenden Archivs zur Frauenemanzipation, das mit seinen Büchern und Dokumenten eine "echte Wunderkammer" sei sowie "forschungsanregend": Im FMT würden Themen für tausende von Seminar- und Doktorarbeiten stecken.

Stärkere Öffentlichkeitsarbeit

Schneider-Kempf begrüßte weiters die Absicht, dass der FrauenMediaTurm ab 2009 mit dem Hochschulbibliothekzentrum (hbz) von NRW kooperieren wird und das künftig aktivere Engagement des FMT im Umfeld von Debatten, Kolloquien und Ausstellungen. 

25 Jahre FMT

Das umfassendste und modernst erschlossene Archiv zu Frauenfragen, Geschlechtergerechtigkeit und Genderforschung im deutschsprachigen Raum FMT wurde 1984 von Alice Schwarzer gegründet, mit Hilfe einer Anschubfinanzierung von Jan Philipp Reemtsma, und feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen als gemeinnützige Stiftung. Das Archiv ist seit 1994 in dem modern ausgebauten, mittelalterlichen Bayenturm zu Köln am Rhein beherbergt und wird seit 2008 institutionell vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

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