Mutmaßlicher Mörder flüchtete nach Tat in Türkei

5. Februar 2009, 11:06
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Ali K. war ein Nachbar der achtjährigen Kardelen - Mitte Jänner wurde das Mädchen missbraucht und erstickt

Paderborn - Der mutmaßliche Mörder der achtjährigen Kardelen aus dem deutschen Paderborn ist kurz nach der Tat in die Türkei geflüchtet. "Es hat sich ein Hinweisgeber gemeldet, der den Mann zum Flughafen Köln-Bonn gefahren hat, von wo er nach Izmir abgeflogen ist", so ein Sprecher der Polizei. Das türkischstämmige Mädchen ist Mitte Jänner missbraucht und erstickt worden. Der mutmaßliche Täter wird derzeit mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Die Ermittler versuchen herauszufinden, wohin der 29-jährige Ali K. in der Türkei gereist ist. Er soll damals das Flugzeug mit seiner Frau bestiegen haben.

 Freunde des mutmaßlichen Täters sollen ihn zwei Tage nach der Tat zu dem Flughafen gebracht haben. Die Bekannten hätten nichts von seiner mutmaßlichen Täterschaft gewusst. Einer dieser Zeugen habe am 13. Jänner - einen Tag nach der Tat - einen Anruf von Ali K. erhalten. Dabei habe ihn K. gebeten, ihn vom Paderborner Bahnhof abzuholen. Er müsse sofort in die Türkei reisen, da sein Vater schwer krank sei. Am 14. Jänner um 02.00 Uhr nachts sei K. dann zusammen mit seiner Frau von Köln/Bonn aus nach Izmir geflogen.

Ali K. war Nachbar der Achtjährigen

Ali K. war ein Nachbar der achtjährigen Kardelen. Er soll das Mädchen aus Paderborn sexuell missbraucht und ermordet haben. Die Leiche von Kardelen war am 15. Jänner in einem Waldstück am Möhnesee im Sauerland, 60 Kilometer von Paderborn entfernt, gefunden worden. Zuvor hatten Passanten die Kleidung des Kindes am Straßenrand liegen sehen. Das Verbrechen hatte in Deutschland und auch in der Türkei Wut, Trauer und Entrüstung ausgelöst.

 

 

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