Fehler zugeben

4. Februar 2009, 20:13
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Präsident Obama muss einen Fehler schleunigst reparieren, sonst bleibt alles Stil ohne Substanz

Präsident Obama hat soeben einen Fehler zugegeben: "I screwed up" , sagte er in einem Interview zu der Tatsache, dass er Minister vorschlägt, die aufs Steuerzahlen vergessen haben. Kann man mit "Ich hab' es verschissen" übersetzen. Damit hebt sich Obama von seinem Vorgänger ab, der bekanntlich unfähig war, Fehler einzugestehen, obwohl die "screw ups" von George W. mindestens unter "Mega-" , wenn nicht "Giga" -verschissen einzuordnen sind.

Einschub: Wir geben hier kurz dem Herausgeber von Österreich Zeit, diese neue Entwicklung in seine Serie "Warum Faymann ein österreichischer Obama ist" einzuordnen.

Danke, wir machen weiter: Das Tolle an Obama ist, dass er öffentlich Fehler eingesteht; noch schöner wäre es, wenn ihm solche Anfängerfehler - seine Administration mit altbekannten Washingtoner Establishment-Veteranen aufzufüllen - nicht unterliefen. Was die Obama-Administration z. B. mit dem Bankensystem tut, läuft darauf hinaus, die Verursacher der Katastrophe einfach weitermachen zu lassen. Diesen Fehler muss er auch noch zugeben - und schleunigst reparieren, sonst bleibt alles Stil ohne Substanz. (Hans Rauscher/DER STANDARD-Printausgabe, 5. Feber 2009)

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