Sorgen machen Falten

4. Februar 2009, 19:35
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Alterungsprozess nicht nur genetisch bestimmt - Lebensumstände "graben" Furchen in die Haut

Washington - Jetzt ist der wissenschaftliche Beweis erbracht: Wer ein anstrengendes und sorgenvolles Leben führt, bekommt laut einer US-Studie mehr Falten. Ob die Haut im Gesicht bis ins Alter ebenmäßig bleibt, sei nicht allein eine Frage der genetischen Veranlagung, sagte Autor Bahaman Guyuron vom Institut für Schönheitschirurgie an der Universität in Cleveland. Seinen im Internetmagazin "Plastic and Reconstructive Surgery" veröffentlichten Forschungsergebnissen zufolge führen vor allem Lebensumstände wie eine Scheidung, übermäßiger Gewichtsverlust oder die Einnahme von Anti-Depressiva zu Falten.

Gemeinsamer Nenner

Zwar lege die Genetik fest, wie ein Mensch altere, sagte Guyuron. Aber letztlich bestimmten Umwelteinflüsse, wie schnell dieser Prozess ablaufe. Für die Studie untersuchten Wissenschaftler 186 Zwillingspaare. Dabei stellten sie unter anderem fest, dass geschiedene Zwillinge rund zwei Jahre älter aussahen als ihre verheirateten, verwitweten oder allein lebenden Geschwister. Auch bei Zwillingen, die Anti-Depressiva einnahmen oder massiv an Gewicht verloren, entdeckten die Forscher deutliche Unterschiede. "Der Stress könnte der gemeinsame Nenner sein, der das ältere Aussehen erklärt", sagte Guyuron. (APA/AFP)

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    Eine Zwillingsstudie beweist: die Gene alleine sind nicht für die Falten verantwortlich

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