Notenbanken kämpfen gegen Krise

4. Februar 2009, 18:50
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In Russland und Kasachstan spitzt sich der Kampf der Notenbanken gegen die Abwertung der eigenen Währung zu

Die Kreditwürdigkeit Russlands wurde am Mittwoch von der Ratingagentur Fitch um einen Punkt auf BBB herabgestuft. Die Analysten von Fitch nannten insbesondere das Dahinschmelzen der Währungsreserven im Kampf gegen die Rubel-Abwertung als Grund. Die russische Zentralbank hat zur Unterstützung des Rubels mehr als 210 Milliarden Dollar (163 Mrd. Euro) auf den Devisenmärkten ausgegeben, knapp ein Drittel der Reserven.
Auch in Kasachstan musste die Zentralbank auf dem Währungsmarkt aktiv werden. Der Kurs des kasachischen Tenge wurde von knapp 120 auf 150 abgewertet, um 18 Prozent. Martin Blum, Osteuropaexperte der UniCredit in Wien, beurteilt den Schritt als ausreichend, um den Druck auf die Zentralbank zu reduzieren. Für die nähere Zukunft sieht Blum in beiden Ländern eine Stabilisierung der Währungen. (sulu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.2.2009)

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