Weniger Fracht, weniger Lkw-Maut, billigerer Diesel

4. Februar 2009, 18:04
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Der Einbruch im Güterverkehr war im Jänner dramatischer, als der bereits deutlich schwächere Dezember befürchten ließ

Die großen Frächter haben aufgrund des rückläufigen Transportaufkommens bereits 3000 Lkws abgemeldet. Insgesamt, rechnet Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer, hoch, "stehen bereits 20 Prozent der 56.000 in Österreich angemeldeten Transport-Lkws."
Um rund zwölf Prozent reduziert haben sich demnach auch die Gewichte im Sammelverkehr, also die Fracht pro Laster. Nach Branchen sind es Holz, Stahl, Rohstoffe und Automotive (samt Komponenten), die spürbar zurückgehen. Konsumgüterauslieferung, Gewerbe, Bekleidung und Bau seien "noch okay" , sagt Bollmann.

Weniger Lkw-Maut

Voll schlägt diese Abwärtsentwicklung auf den Autobahnbetreiber Asfinag durch: Bei ihr ist das Aufkommen an Lkw-Maut in der ersten Jännerhälfte um 30 Prozent eingebrochen, im Monatsschnitt um zwanzig Prozent. Im November und Dezember waren es "nur" zehn Prozent gewesen. Hält der Abschwung an, sinken die Lkw-Mauteinnahmen 2009 um mehr als die erwarteten 100 Millionen Euro.
Weniger Laster bedeuten auch weniger Dieselverbrauch. Erstmals seit März 2008 war Diesel am Mittwoch im Österreich-Schnitt billiger als Benzin. Zu teuer sind ARBÖ und ÖAMTC beide: Im Vergleich zu Weltmarktpreisen um bis zu acht Cent je Liter. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.2.2009)

 

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