Hausunterricht vom Gericht verboten

4. Februar 2009, 16:19
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Gericht weist Klage von Familie, die Kinder zu Hause unterrichten will, ab - Eltern gehen in nächste Instanz

Die Kinder einer deutschen Familie müssen in die Schule gehen und dürfen nicht zu Hause unterrichtet werden. Das hat jetzt das Bremer Oberverwaltungsgericht entschieden, in dem es die Klage der Familie abgewiesen hatte, wie der Spiegel Online berichtet. Das Ehepaar hat die eigenen Kinder, seit sie vier Jahre alt waren, zuhause unterrichtet. Grund dafür waren keine religiösen Haltungen, sondern, dass die Kinder es so wollten und in der Schule immer krank geworden seien. 

Klage beim Bundesverfassungsgericht

Die Familie entscheid sich nicht, das Land zu verlassen, sondern schrieb ein Buch, trat in den Medien auf und klagte. Laut Bremer Schulgesetz dürfen Kinder unter "besonderem Ausnahmefall" befreit werden. Familie Neubronner sah diesen Fall als gegeben an, das Gericht entschied jedoch auch in zweiter Instanz anders. Jetzt will die Familie trotzdem weiter klagen - bis zum Bundesverfassungsgericht. (red/derStandard.at, 4.2.2009)

 

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    Familie Neubronner unterrichtet ihre Kinder zuhause.

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