Gratis-Kindergarten startet im Herbst

4. Februar 2009, 15:30
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Eltern erhalten 42 Euro Monatsbeitrag refundiert - Familienförderungsgesetz wird geändert

Eisenstadt - Im Burgenland sind vom Start des geplanten Gratiskindergartens am 1. September rund 8.000 Kinder im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren betroffen. Details zur Umsetzung des "Fahrplanes" für das Gratis-Angebot im Burgenland hat Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt präsentiert. In den vergangenen Tagen sei an dem Konzept zur Umsetzung der Initiative gearbeitet worden, die Eckpunkte seien fixiert, so Niessl.

Acht Stunden rückerstattet

Im Burgenland betragen die für den Kindergartenbesuch eingehobenen Monatsbeiträge durchschnittlich etwa 42 Euro pro Kind. Die Eltern erhalten ab Herbst diesen Betrag vom Land rückerstattet. Die 42 Euro seien für acht Stunden berechnet. Öffnungszeiten, die darüber hinaus gehen, seien dann weiterhin "Sache der Gemeinden", betonte Niessl. Die Auszahlung erfolgt über die Familienförderung.

Eltern können sich bis zu 500 Euro ersparen

Zur notwendig gewordenen Novelle des Familienförderungsgesetzes soll in der Landtagssitzung am 12. März ein Initiativantrag eingebracht werden. In Kraft treten soll die Novelle am 1. September 2009. Das werde den Eltern künftig von 450 bis zu 500 Euro jährlich ersparen. Der Kindergarten sei seit mehreren Jahren die "erste Bildungseinrichtung", gewisse Defizite bei Kindern sollen somit möglichst früh erkannt und abgebaut werden.

Jeder Kindergarten müsse über ein pädagogisches Konzept verfügen, welches klare Vorgaben beinhaltet, erklärte SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. Weiters soll es eine langfristige Planungsgrundlage für Pädagoginnen darstellen und Eltern ein Bild von den Inhalten liefern. Um einheitliche Standards zu schaffen, gibt es einen Leitfaden für die Erstellung dieses Konzeptes. (APA)

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