Ministerium übernimmt administrative Mehrkosten

4. Februar 2009, 15:31
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Sprecher des Wissenschaftsministeriums: Universitäten werden für die zusätzlichen Verwaltungskosten entschädigt

Lange ächzten die Universitäten über den logistischen Mehraufwand, der mit der Neuregelung der Studiengebühren verbunden ist.  Zusätzliches Budget und Personal seien erforderlich, um insbesondere die Rückforderungen von StudentInnen abzuwickeln. Jetzt ist fix, dass die Unis aufatmen können: Auch die Kosten zur Bewältigung des logistischen Aufwandes werden vom Bundesministerium bezahlt. "Ja, wir werden für sämtlichen Mehraufwand, der durch die Abwicklung des neuen Gebührenmodells entsteht, aufkommen", bestätigt der Sprecher des Wissenschaftsministeriums gegenüber derStandard.at.

An der Uni Wien wurde bereits gehandelt. "Zur Bearbeitung der Anträge wurde eine zweite Stelle eingerichtet. Zehn Mitarbeiter kümmern sich darum", sagt Cornelia Blum, Pressesprecherin der Uni Wien, im Gespräch mit derStandard.at. Die zusätzlichen Kosten für Überstunden der Mitarbeiter und zusätzliche Räume werden vom Wissenschaftsministerium getragen. Insgesamt rechnet die Uni Wien mit Ausgaben von bis zu 250.000 Euro.

TU Wien abwartend

An der Technischen Universität (TU) Wien wurde keine zusätzliche Stelle eingerichtet. "Im Moment funktioniert alles reibungslos", sagt Werner Sommer, Pressesprecher der TU, zu derStandard.at. Allerdings haben bis jetzt erst vergleichsweise wenig Studierende Anträge auf Rückerstattung eingebracht. Zeit dafür ist an den meisten Universitäten noch bis zum 30. April.

"Die größte Gruppe wird jene der Berufstätigen sein", glaubt Blum. Wer im Jahr 2008 einen Verdienst von mehr als 4886 Euro hatte, ist von den Studiengebühren ausgenommen. Allerdings hätten von dieser Gruppe erst wenige einen Antrag eingebracht, da viele noch keinen Einkommensbescheid erhalten hätten. Deshalb gibt es laut Blum auch noch keine genauen Prognosen, wie viele es insgesamt sein werden. (ros, derStandard.at, 4.2.2008)

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