Phantom OS: Das unsterbliche Betriebssystem

4. Februar 2009, 13:59
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Neues Konzept könnte Windows und Linux in die Schranken verweisen

Der russische Programmierer Dmitry Zavalishin arbeitet an einem revolutionären Konzept für Betriebssysteme. Sein Phantom OS macht kontinuierlich "Schnappschüsse" des gesamten Systems und speichert den aktuellen Status aller laufenden Anwendungen und aktiven Daten auf der Festplatte. Dateien im traditionellen Sinne gäbe es keine, so das Fachportal The Register, vielmehr werden Dateien als Objekte mit einem anhaltenden Zustand registriert.

Im Aufbau

Das Betriebssystem befindet sich noch in der Entwicklungsphase, kann aber bereits Booten, Applikationen ausführen und den Systemstatus speichern. Eine Benutzeroberfläche ist in Planung, genauso wie plattformübergreifende Entwicklerwerkzeuge. Das neue OS soll diverse Programmiersprachen wie Ruby, Python, C# und Java unterstützen.

Server

Trotz der schier unüberwindbaren Vormachtstellung von Windows und Linux auf Servern, wird dem Phantom OS auf diesem speziellen Markt großes Potenzial vorausgesagt. Auch auf Mobiltelefonen machen die Kernfunktionen Sinn, da sowohl bei Servern als auch bei Handys so niemals Daten verloren gehen würden - alles wird auf dem Speicher festgehalten. Ein Stromausfall zöge bei Servern mit Phantom OS keine großen Konsequenzen mehr nach sich.

Ob ein weiteres Betriebssystem tatsächlich Chancen hätte sich durchzusetzen, ist fraglich. Das Konzept überzeugt allemal. (zw)

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    Das Phantom schlägt zurück.

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