Scorsese Jesuitendrama "Silence" nimmt Gestalt an

4. Februar 2009, 13:07
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Weitere Hollywood-Projekte mit Abigail Breslin, Ving Rhames, Colin Farrell, Keira Knightley, Hilary Swank, Dev Patel, Julia Roberts, Viola Davis, Jamie Bell und Pierce Brosnan

Los Angeles - Oscar-Preisträger Martin Scorsese, der das Filmprojekt "Silence" seit über zehn Jahren im Visier hat, will Daniel Day-Lewis und Benicio Del Toro für den Dreh gewinnen. Wie das Filmblatt "Variety" berichtet, ist auch der Mexikaner Gael García Bernal für eine Rolle im Gespräch. "Silence" erzählt das Abenteuer von zwei Jesuitenpriestern, die im 17. Jahrhundert auf der Suche nach einem Mentor nach Japan reisen und sich durch ihre Missionsarbeit in Gefahr bringen. Scorsese will noch in diesem Jahr in Neuseeland mit den Dreharbeiten nach der Romanvorlage von Shusaku Endo beginnen. Der Regisseur hat kürzlich "Shutter Island" mit Leonardo DiCaprio abgedreht. Day-Lewis und Scorsese kennen sich bereits von den Filmen "Gangs of New York" und "Zeit der Unschuld". Es wäre die erste Zusammenarbeit mit Del Toro, der zuletzt für Steven Soderberghs "Che" vor der Kamera stand.

"Zombieland"

Die amerikanische Nachwuchsschauspielerin Abigail Breslin, die als kleine Beauty-Queen in "Little Miss Sunshine" Furore machte, hat drei Filmprojekte zugesagt. Die Zwölfjährige wird zwei Zeichentrickfilme vertonen und die Hauptrolle in einer Horrorkomödie übernehmen, berichtet "Variety". In dem animierten Tierabenteuer "Rango" wird sie zusammen mit Johnny Depp Rollen sprechen, die sich "Fluch der Karibik"-Regisseur Gore Verbinski ausgedacht hat. "The Wild Bunch" dreht sich um eine Gruppe Blumen, die von genetisch manipulierten Maispflanzen angegriffen werden. Neben Breslin werden auch Willem Dafoe, Willie Nelson und Elizabeth Hurley zu hören sein. In "Zombieland" soll Breslin unter der Regie von Ruben Fleischer eine kleine Betrügerin spielen, die nach einer Zombie-Invasion auf zwei Überlebende (Woody Harrelson und Jesse Eisenberg) trifft.

"Master Harold ... and the Boys"

Der schwarze Hollywoodstar Ving Rhames ("Pulp Fiction", "Mission: Impossible") wird in der Leinwandversion des Theaterstücks "Master Harold... and the Boys" den Ton angeben. Dem "Hollywood Reporter" zufolge spielt er den Diener Sam, der den weißen jungen Hally (Freddie Highmore) unter seine Fittiche nimmt. Das Drama nach einer Vorlage des Südafrikaners Athol Fugard spielt in der Zeit der Apartheid. In den 80er Jahren verkörperte Danny Glover die Figur in einer Broadway-Aufführung. Regisseur Lonny Price, der vor sechs Jahren eine weitere Bühnenversion des Stückes inszenierte, gibt jetzt sein Spielfilm-Debüt. Gedreht wird in Südafrika.

"London Boulevard"

Colin Farrell, der kürzlich mit seinem Auftritt in der schwarzen Komödie "Brügge sehen... und sterben?" einen Golden Globe gewann, wird mit Keira Knightley ("Die Herzogin") ein Verbrecherdrama drehen. "Variety" zufolge übernehmen die beiden Stars die Hauptrollen in "London Boulevard". William Monahan, der das Drehbuch für "The Departed - Unter Feinden" schrieb, gibt damit sein Regiedebüt. Er adaptiert auch das Skript nach einer Roman-Vorlage von Ken Bruen. Farrell spielt in dem Krimi einen Verbrecher, der nach der Entlassung aus dem Gefängnis sein Leben ändern will. Er nimmt einen Job als "Mädchen für alles" im Haus einer Schauspielerin (Knightley) an, die das öffentliche Leben scheut. Der Drehstart in London ist für den Sommer geplant.

"The Resident"

Jeffrey Dean Morgan, der mit Hilary Swank das Liebesdrama "P.S. Ich liebe dich" drehte, wird die Oscar-Preisträgerin nun das Fürchten lehren. Morgan wird die männliche Hauptrolle in dem Stalker-Thriller "The Resident" übernehmen, berichtet der "Hollywood Reporter". Swank schlüpft in die Rolle einer Ärztin, die eine teure Loft-Wohnung in Brooklyn mietet. Zu ihrem Schrecken stellt sie fest, dass der Hauseigentümer (Morgan) ein Stalker ist. Der Finne Antti J. Jokinen, der gemeinsam mit Robert Orr das Drehbuch lieferte, gibt mit "The Resident" sein Debüt als Spielfilmregisseur. Er machte sich bereits durch die Inszenierung von Musikvideos für Stars wie Beyoncé, Eminem und Céline Dion einen Namen. Swank drehte zuletzt an der Seite von Ewan McGregor und Richard Gere einen Film über die Lebensgeschichte der verschollenen Flugpionierin Amelia Earhart. Der Film "Amelia" soll in diesem Jahr in die Kinos kommen.

"The Last Airbender"

Dev Patel, der 18-jährige Nachwuchsstar aus dem Erfolgsstreifen "Slumdog Millionär", wird als nächstes mit dem Hollywood-Regisseur M. Night Shyamalan drehen. "Variety" zufolge erhält der britische Schauspieler eine wichtige Nebenrolle in dem Streifen "The Last Airbender", eine Live-Action-Verfilmung der gleichnamigen TV-Zeichentrickserie. Der zwölfjährige Neuling Noah Ringer hat den Zuschlag für die Hauptrolle der Figur Aang bekommen, die das Element der Luft beeinflussen kann. Patel wird einen Vertreter der Feuer-Zunft spielen, Nicola Peltz wird zur Wasser-Botschafterin und Jessica Jade Andres repräsentiert das Erdreich. M. Night Shyamalan ("The Happening", "The Sixth Sense") will ab Mitte März in Grönland drehen. Der erste Teil der geplanten Film-Trilogie soll 2010 ins Kino kommen.

"Eat, Pray, Love"

Die geplante Verfilmung des US-Bestsellers "Eat, Pray, Love" mit Julia Roberts in der Hauptrolle hat neuen Auftrieb bekommen. Dem "Hollywood Reporter" zufolge verhandelt das Studio Columbia mit Paramount jetzt um den Ankauf der Filmrechte. Bereits 2006 hatten Roberts und Regisseur Ryan Murphy dem Projekt ihre Zusage gegeben. Brad Pitt will mit seiner Firma Plan B den Streifen produzieren. "Eat, Pray, Love" beruht auf den Memoiren der erfolgreichen New Yorkerin Elizabeth Gilbert, die eine scheinbar gute Ehe führt, sich aber am Ende scheiden lässt und ihren Traum von einer Reise durch Italien, Indien und Bali erfüllt.

"Law Abiding Citizen"

Die amerikanische Schauspielerin Viola Davis, die für ihre Nebenrolle in dem Drama "Glaubensfrage" für einen Oscar nominiert ist, hat den Zuschlag für den Psychothriller "Law Abiding Citizen" bekommen. "Variety" zufolge hat Regisseur Gary Gray ("The Italian Job - Jagd auf Millionen", "Be Cool") in Philadelphia bereits mit den Dreharbeiten begonnen. Jamie Foxx ("Ray") und "300"-Star Gerard Butler sind mit von der Partie. Butler spielt einen erfolgreichen Staatsanwalt, Foxx einen Bürger, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt und sich an dem Anwalt rächen will. Er sieht sich als Opfer des Rechtssystems, als einer der Mörder seiner Frau und Tochter durch eine Absprache zwischen Verteidigung und Anklage auf freien Fuß kommt.

"The Adventures of Tintin"

Das Comic-Abenteuer von "Tim und Struppi" wird mit James Bond-Darsteller Daniel Craig in der Rolle des ruchlosen Piraten Red Rackham und mit dem 22-jährigen Jamie Bell ("Billy Elliot") als junger Reporter Tim verfilmt. Dem Filmblatt "Variety" zufolge hat Steven Spielberg die erste Folge der geplanten Trilogie, "The Adventures of Tintin: Secret of the Unicorn", in Los Angeles in Angriff genommen. Die Schauspieler Andy Serkis, Simon Pegg, Nick Frost und Toby Jones sind bereits an Bord. "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson soll die zweite Folge inszenieren. Spielberg und Jackson sind auch als Produzenten beteiligt. Spielberg, ein erklärter "Tim und Struppi"-Fan, hatte sich schon vor dem Tod des belgischen Comic-Künstlers Hergé im Jahr 1983 die Filmrechte gesichert. Die Abenteuer des mutigen Reporter-Detektivs Tim und seines schneeweißen Hundes Struppi haben Fans in aller Welt gefunden. Mehr als 120 Millionen Bände, in gut 70 Sprachen übersetzt, wurden bisher verkauft.

"The Ghost"

Die Nordsee-Insel Sylt wird zum Drehort für den Polit-Thriller von Star-Regisseur Roman Polanski. Der 75-Jährige dreht ab Mittwoch, den 4. Februar, zunächst in Berlin, im Frühjahr solle Sylt dann zum Filmschauplatz werden, wie eine Sprecherin der Casting-Agentur Connection Berlin am Samstag bestätigte. Neben dem ehemaligen Bond-Darsteller Pierce Brosnan sind auch Ewan McGregor und Kim Cattrall dabei. Vorlage für den Thriller ist der gleichnamige Roman von Robert Harris um einen Ghostwriter, der nach dem Tod seines Vorgängers über das Leben des ehemaligen britischen Premierministers schreiben soll. Zu den wichtigsten Werken Polanskis gehören "Rosemaries Baby" (1967), "Tanz der Vampire" (1967), "Chinatown" (1974), "Der Pianist" (2001) und "Oliver Twist" (2005). "Der Pianist" brachte dem Regisseur die Goldene Palme von Cannes und einen Oscar ein. (APA/dpa)

 

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    Martin Scorsese bei den Golden Globe Awards

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