Wachstum auf 2,1 Prozent korrigiert

4. Februar 2009, 12:59
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Höhere Arbeitslosenzahlen erwartet - Inflation soll heuer auf 2,4 Prozent zurückgehen - Vertrauen in slowakische Wirtschaft sinkt

Bratislava - Die slowakische Notenbank (NBS) hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum 2009 von 4,7 auf 2,1 Prozent zurückgenommen. Begründet werde die Rücknahme unter anderem mit den erwartenden Importrückgängen bei den wichtigsten EU-Handelspartnern, berichtete die slowakischen Nachrichtenagentur TASR.

Außerdem rechnet die Notenbank auch mit sinkenden Einkommen und höheren Arbeitslosenzahlen durch die erwartete Verschlechterung der Ertragslage der Unternehmen in Verbindung mit der sich verschlechternden Auslandsnachfrage. Die EU-Kommission geht in ihrer Prognose vom Jänner für heuer von einem 2,7-prozentigen Wachstum in der Slowakei aus. Im Vorjahr lag das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) noch bei 7,1 Prozent.

Außerdem rechnet die Notenbank für heuer mit einer Inflationsrate von etwa 2,4 Prozent. Im Dezember 2008 hatte die Bank noch mit einer Inflation von 2,7 Prozent gerechnet. "Die erwartete Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sollte eine positive Auswirkung auf die Entwicklung der Inflation haben", hieß es von der Notenbank.

Inflation wird sinken

Laut dem slowakischen Statistikamt lag die Inflation im Dezember 2008 bei 3,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ging sie um 0,4 Prozentpunkte zurück. Die Jahresinflation lag im Vorjahr bei 3,9 Prozent.

Die Arbeitslosenrate im Dezember 2008 stieg um 0,59 Prozentpunkte auf 8,39 Prozent, berichtete das staatliche Zentrum für Arbeit, Soziales und Familie (UPSVAR) vor kurzem. Damit wurde der Höchststand seit April 2007 erreicht. Im Jahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit um 0,4 Prozentpunkte zu. Seit 1. Oktober 2008 haben laut UPSVAR-Chef Jan Sihelsky über 10.000 Menschen ihre Jobs verloren. Weitere Kündigungen werden erwartet: Im Februar sollen weitere 1.900 und im März 1.700 Slowaken ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die sich verschlechternden Wirtschaftsaussichten zeigen sich auch im sinkendem Vertrauen in die Wirtschaft: Ende Jänner 2009 sank ein vom nationalen Statistikamt erhobener Vertrauensindex der slowakischen Wirtschaft und Konsumenten im Vergleich zum Dezember 2008 um 3,1 auf 79,1 Punkte. Im Jahresvergleich verzeichnete der Index einen Rückgang um 21,5 Punkte und lag um 21,3 Punkte unter dem langfristigen Durchschnitt. (APA)

 

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