Kuwait: Rechte für Dienstmädchen nicht gestärkt

4. Februar 2009, 12:29
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Viele Asiatinnen arbeiten in der Golfregion ohne Rechte und angemessenen Lohn - Regierung will AusbeuterInnen bestrafen, vergisst aber auf diese Frauen

Kuwait - Nach Kritik der USA und gewalttätigen Protesten asiatischer ArbeiterInnen wird in Kuwait über ein Gesetz zum Schutz von GastarbeiterInnen abgestimmt. Das Gesetz sieht hohe Strafen für Arbeitgeber vor, die ausländische ArbeitnehmerInnen ausnutzen.

Patenschaft als Deckmantel für Zwangsarbeit und - prostitution

Nicht geändert werden soll das Patenschafts-System, das KritikerInnen zufolge dazu führt, dass AusländerInnen, meist Frauen, ihren kuwaitischen PatInnen ausgeliefert sind. Ein im Juni 2008 veröffentlichter Bericht des US-Außenministeriums über Zwangsarbeit und - prostitution stuft Kuwait neben anderen Golfstaaten wie Saudi Arabien, Katar und Oman in der Kategorie "schlimmste Täter" ein.

Kein Mindestlohn für Haushaltshilfen

Ali al-Baghli, Chef der kuwaitischen Gesellschaft für Menschenrechte, bedauerte zudem, dass der nunmehrige Gesetzesentwurf einen Mindestlohn für Haushaltshilfen nicht beinhalte. Viele Frauen aus asiatischen Ländern wie Sri Lanka, Indonesien und den Philippinen arbeiten in der Golfregion in ausbeuterischen Verhältnissen als Dienst- oder Kindermädchen.

Geld- oder Gefängnisstrafen drohen

Der Entwurf soll die Arbeitszeit der über zwei Millionen GastarbeiterInnen in Kuwait beschränken und sicherstellen, dass Arbeitgeber für die Gesundheitsvorsorge ihrer MitarbeiterInnen sowie für die Ausbildung deren Kinder aufkommt. Andernfalls drohen Geld- oder Gefängnisstrafen. Die Abgeordneten sollen kommende Woche über darüber abstimmen. (APA/Reuters)

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