Münchener Rück erzielte Milliardengewinn

4. Februar 2009, 09:31
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München - Die Münchener Rück hat im vergangenen Jahr trotz der massiven Verwerfungen an den Finanzmärkten noch 1,5 Mrd. Euro verdient. Im vierten Quartal habe der Gewinn aber nur rund 100 Mio. Euro betragen, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Mittwoch mit. "Wir kommen bisher relativ gut durch die Krise", urteilte Finanzchef Jörg Schneider.

Um die Aktionäre an Bord zu halten, will er die Dividende bei 5,50 Euro je Aktie stabil lassen. 2007 hatte die Münchener Rück mit 3,9 Mrd. Euro noch einen Rekordgewinn erzielt, der jedoch von Sondereffekten begünstigt war. Ursprünglich hatte sich der Dax-Konzern für 2008 einen Überschuss von bis zu 3,4 Mrd. Euro als Ziel gesetzt, musste wegen der Finanzkrise aber immer weiter zurückrudern.

Für die Zukunft zeigte sich das Unternehmen verhalten optimistisch. Eine Prognose für 2009 wurde zwar nicht genannt. Im Rückversicherungsmarkt seien aber wieder höhere Preise gegenüber den Kunden, Erstversicherern wie der Allianz, durchsetzbar. "Die Trendwende ist geschafft. Der Verfall der Rückversicherungspreise ist gestoppt", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek.

Die Münchener Rück verhandelte zum Jahresbeginn mit ihren Kunden über einen großen Teil des Portfolios. Viele Kontrakte ließen die Münchner auslaufen und konzentrierten sich auf attraktiveres Neugeschäft. Insgesamt fiel das Prämienvolumen dadurch um drei Prozent, die Preise kletterten aber um 2,6 Prozent. Im April werden weitere Kontrakte, vor allem in Japan, Korea und Indien erneuert; im Juli sind dann die USA an der Reihe mit dem wichtigen Naturkatastrophengeschäft. Jeworrek erwartet weitere Preiserhöhungen.

Die Münchener Rück legt ihre Gelder, wie alle Versicherer, am Kapitalmarkt an. Von den insgesamt 175 Mrd. Euro an Kapitalanlagen sind mittlerweile weniger als vier Prozent am Aktienmarkt investiert, die zudem noch mit Derivaten abgesichert sind. Im Schlussquartal konnte die Münchener Rück dank dieser Absicherungen insgesamt weitere massive Belastungen verhindern. Allerdings machen dem Konzern mittlerweile auch festverzinsliche Wertpapiere zu schaffen. Angesichts der Schwankungen an den Zinsmärkten schrieb der Konzern auf diese Titel rund 400 Mio. Euro ab. (APA/Reuters)

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