Ravensburger legte 2008 leicht zu

4. Februar 2009, 09:01
posten

Besonders gefragt waren auch im vergangenen Jahr traditionelle Spiele

Nürnberg - Der Spielehersteller Ravensburger geht vorsichtig optimistisch in das Krisenjahr 2009. "Wir sind davon überzeugt, dass wir gute Produkte haben und dass an Kindern auch in schlechten Zeiten am letzten gespart wird", sagte Vorstandssprecher Karsten Schmidt vor der diesjährigen Spielwarenmesse am Dienstagabend in Nürnberg. Nachdem der Umsatz 2008 nach vorläufigen Zahlen um 0,5 Prozent auf rund 287 Mio. Euro leicht gestiegen ist, will Schmidt 2009 dieses Niveau zumindest halten. "Wir hoffen auf einigermaßen stabile Umsätze", betonte Schmidt.

Zum Umsatzzuwachs hätten 2008 sämtliche Geschäftsbereiche beigetragen. Die mit einem Anteil von rund 80 Prozent größte Sparte Spiele, Puzzles und Beschäftigung sei um 0,3 Prozent auf 231,5 Mio. Euro gewachsen, wozu vor allem das gute Inlandsgeschäft beigetragen habe. Dieses habe mit einem Wachstum um 6,1 Prozent das Minus im Ausland von 3,7 Prozent mehr als wettgemacht.

Traditionelle Spiele gefragt

Besonders gefragt gewesen seien auch 2008 traditionelle Spiele, wodurch Ravensburger in dieser Sparte zum Marktführer in Deutschland geworden sei, sagte Schmidt. Zu einem wahren Kassenschlager habe sich mit 220.000 verkauften Exemplaren das Elektronik-unterstützte Brettspiel "Wer war's?" entpuppt, das zum "Kinderspiel des Jahres" gekürt wurde. Gut gefragt waren auch Puzzles, und hier vor allem die Neuheiten aus der Puzzleball-Serie.

Im Geschäftsbereich Jugend- und Kinderbuch wurde der Umsatz um 1,5 Prozent auf 51,1 Mio. Euro gesteigert, im Ravensburger Spieleland kletterte das Volumen trotz eines Rückgangs der Besucherzahl von zehn Prozent auf 318.000 ebenfalls nach oben, und zwar um 9,7 Prozent auf 6,9 Mio. Euro. Ursächlich hierfür sei neben einer Erhöhung der Eintrittsgelder um durchschnittlich zwei Euro auch ein Anstieg des Umsatzes in den Shops des Parks und in der Gastronomie.

Auf der diesjährigen Spielwarenmesse (5. bis 10. Februar) präsentiert sich Ravensburger unter anderem mit einer Neuauflage des Spiels "Memory": Zum 50-jährigen Bestehen des Klassikers, der bis heute 75 Millionen Mal in 80 Länder verkauft wurde, ist nun eine weitere Variante auf dem Markt, bei der erstmals nicht zwei gleiche Bilder von den Spielern gefunden werden müssen, sondern Bildpaare zum gleichen Thema, die dadurch eine Brücke zwischen 1959 und 2009 spannen, wie Autos von damals und heute, Telefone, Dreiräder oder Schulranzen.

Der Spielehersteller mit Sitz in Oberschwaben beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.487 Mitarbeiter (Vorjahr 1.491), davon 897 (891) in Ravensburg. (APA/AP)

Share if you care.