Präsident bat auf AU-Gipfel um militärische Hilfe

5. Februar 2009, 11:07
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Unklar, ob es sich um eine weitere Friedensmission von AU oder UNO oder eine andere Form der Militärhilfe handeln soll

Nairobi/Addis Abeba - Der neue somalische Präsident Sheikh Sharif Ahmed hat seine afrikanischen Amtskollegen auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) um militärische Unterstützung gebeten. Wie der britische Rundfunksender BBC berichtete, blieb bei Sharifs erstem internationalem Auftritt am Dienstagabend in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba unklar, ob es sich um eine weitere Friedensmission von AU oder UNO oder eine andere Form der Militärhilfe handeln soll.

Der Aufruf des am vergangenen Freitag gewählten Islamistenführers kommt unmittelbar nach einer Kampfansage der radikalislamischen Al-Shabab-Miliz, die Sharif vorgeworfen hatte, islamische Werte verraten und sich an den Westen verkauft zu haben. Al Shabab kontrolliert mehrere strategisch wichtige Städte in dem Bürgerkriegsland am Horn von Afrika, das seit 1991 ohne eine funktionierende Regierung ist.

Sharif hatte im vergangenen Jahr als Führer der gemäßigten islamischen Opposition mit der bisherigen Übergangsregierung einen Waffenstillstand verhandelt. Zu den Bedingungen für eine Feuerpause gehörte der Abzug der äthiopischen Truppen, die Anfang 2007 die Übergangsregierung beim Sturz der Union der Islamischen Gerichte unterstützt hatten. Seit dem Rückzug der Äthiopier im Jänner hat die somalische Regierung zur Unterstützung nur noch die knapp 2000 Friedenssoldaten der AU. (APA/dpa)

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