280.000 Personen gebührenbefreit

4. Februar 2009, 07:32
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Vor Einführung der Gebührengrenze rechnete man jedoch mit 350.000 Personen

Von der Rezeptgebührengrenze haben bisher 273.564 Versicherte profitiert. Das ist wesentlich weniger als bei der Einführung angenommen: 350.000 Personen wurden prognostiziert, wie das Ö1-Morgenjournal berichtet.

Gebührenbefreit sind Versicherte, wenn sie im Lauf des Jahres mehr als zwei Prozent ihres Nettoeinkommens für Rezepte ausgegeben haben. Berechnet wird die Zwei-Prozent-Grenze vom Hauptverband. Dabei wird das Einkommen des letzten verfügbaren Jahres herangezogen. Sobald die Grenze überschritten wird, scheint beim nächsten Arztbesuch durch die E-Card ein Hinweis auf, dass der Patient keine Gebühr mehr zahlen muss.

Die Gebührengrenze gilt für Personen, die nicht von Vornherein befreit sind, aber einer Mindestgrenze von 37 Rezepten bzw. 179 Euro. Derzeit beträgt die Gebühr für ein Krankenkassen-Medikament 4,80 Euro. Befreit sind unter anderem Personen mit anzeigepflichtigen Krankheiten, Zivildiener, Asylwerber, Kriegsopfer und Sozial Schutzbedürftige (zum Beispiel mit geringen Einkommen).

Ein Beispiel: Ein Versicherter mit einem Nettojahreseinkommen von 12.240 Euro hat eine Gebührengrenze von 244,80 Euro oder 51 Rezeptgebühren. (red/derStandard.at, 4. Februar 2009)

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