3,2 Milliarden Euro für Steuerreform

3. Februar 2009, 22:35
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Vom Kinderfreibeitrag bis zur neuen Bemessungsgrundlage

  • Tarifreform Steuerpflicht fällt künftig erst ab einer Bemessungsgrundlage von 11.000 Euro (entspricht einem Bruttoeinkommen von 17.000 Euro jährlich) an. Bisher lag der Mindestwert bei 10.000 Euro. Der unterste Steuertarif sinkt von 38,33 auf 36,5 Prozent, der mittlere von 43,6 auf 43,21 Prozent. Der Spitzensteuersatz von 50 Prozent gilt künftig erst ab 60.000 Bemessungsgrundlage (bisher 50.000).
  • Familienpaket Die Kinderabsetzbeträge werden für alle Kinder von 610 auf 700 Euro angehoben. Statt bisher 50,90 werden dann monatlich 58,40 Euro pro Kind gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt.
  • Ein neuer Kinderfreibetrag wird eingeführt - pro Kind stehen Eltern 220 Euro zu bzw. jeweils 132 Euro, wenn beide arbeiten.
  • Kinderbetreuungskosten von maximal 2300 Euro pro Jahr (für Kindergärten, Tagesmütter, Kindermädchen etc.) werden steuerlich absetzbar - auch während des Bezuges des Kindesgeldes.
  • Zuschüsse von Arbeitgebern zur Betreuung von Kindern unter 10 Jahren bleiben bis zu einer Höhe von 500 Euro für die Arbeitnehmer steuerfrei.
  • Spendenabsetzbarkeit Spenden an Organisationen, die mildtätige Zwecke erbringen oder in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, werden steuerlich begünstigt. Maximal zehn Prozent der Einkünfte bzw. des Gewinnes können als Sonderausgaben geltend gemacht werden.
  • Selbstständige Bei Selbstständigen werden die Freibeträge auf Gewinne von zehn auf 13 Prozent angehoben und auf alle Einkunfts- und Gewinnermittlungsarten ausgeweitet. Zusätzlich kann bei Gewinnen bis 30.000 Euro der Freibetrag auch lukriert werden, wenn im Betrieb nicht wieder investiert wird. (red/DER STANDARD-Printausgabe, 4. Feber, 2009)

 

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