Ärger rund ums Geld

3. Februar 2009, 18:36
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Wien - Die Finanzmarktkrise stellt den Konsumentenschutz auf eine harte Probe. Bei der Arbeiterkammer schnellten Anfragen und Beschwerden rund um Geld und Kredite im Vorjahr um 20 Prozent nach oben. Beklagt wurden mangelhafte Anlageberatungen und Aufklärung über Bürgschaften, unerlaubte Provisionen bei Kreditvermittlungen, Zinsanpassung während der Laufzeit und böse Überraschungen bei den Fremdwährungskrediten.

Viele Anleger fühlen sich zu wenig über die Risiken komplizierter Produkte informiert, sagte der Leiter der AK Wien Konsumentenberatung, Harald Glatz. "Die meisten Konsumenten wollen nicht spekulieren, sondern Polster für die Pension." Die AK führe derzeit Musterverfahren - etwa gegen die frühere Meinl European Land - und fordert transparentere Anlageprodukte.

Alles in allem hat die AK 2008 54.000 Verbraucheranfragen registriert, um 5,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Für mehr Ärger sorgten Dienstleistungen, etwa bei Handwerkern. Auf hohem Niveau eingependelt haben sich die Fragen rund ums Wohnen. Heißes Thema blieb Abzocke im Web. Weniger geworden sind Klagen über Reisen. (vk, DER STANDARD, Printausgabe, 4.2.2009)

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