Kulturinitiative will "Kärnten umdrehen"

5. Februar 2009, 12:38
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Aktion als "Antwort auf den kulturpolitischen Albtraum" in Kärnten

Kärnten umdrehen, damit das BZÖ "ausrinnt". Das ist das Motto einer Aktion, die das Klagenfurter Universitätskulturzentrum Unikum anlässlich der Kärntner Landtagswahl gestartet hat. Ziel der Aktion ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass Künstler in Kärnten nicht immer auf Wohlwollen seitens der Landesregierung stoßen, sagt Emil Krištof, einer der Initiatoren, im Gespräch mit derStandard.at.

Das BZÖ stellt mit Harald Dobernig den Kulturlandesrat in Kärnten. Mit ihm sind die an der Aktion beteiligten Künstler, Wissenschafter und Intellektuelle aber alles andere als zufrieden. Die Aktion ist deshalb als "Antwort auf den kulturpolitischen Albtraum" zu sehen. Dobernig habe damit geprahlt, noch nie ein kulturpolitisches Buch gelesen zu haben, sagt Krištof. Nicht nur dieser Umstand wirke sich negativ auf die Kunstszene in Kärnten aus.

Unterschriften werden gesammelt

Das Unikum sammelt nun Unterschriften auf der Homepage, das Motto wird landesweit plakatiert sowie durch Kinowerbung, Postkarten, Zeitungsinserate, Buttons und Sticker verbreitet. Die Aktion "Kärnten umdrehen - obrnimo Koroško" sei überparteilich und werde ausschließlich aus Spendengeldern sowie aus Erlösen des eigenen Shops finanziert.

Bisher haben rund 780 Personen unterschrieben, darunter Musiker, Wissenschafter und Studenten, "aber auch Teile der Bevölkerung, die nicht aus der Kulturszene kommen", so Krištof. (rwh, derStandard.at, 5.2.2009)

  • Bisher haben rund 800 Personen unterschrieben.
    foto: unikum

    Bisher haben rund 800 Personen unterschrieben.

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