ORF-Ergebnis 2008 weniger schlecht als erwartet

3. Februar 2009, 12:42
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Strobl: Minus "mit Sicherheit unter 100 Millionen" - 2009 "aus heutiger Sicht im Plan"

Das ORF-Finanzergebnis für das Jahr 2008 dürfte etwas weniger schlecht ausfallen als im Herbst prognostiziert. Das Minus des Senders werde "mit hundertprozentiger Sicherheit unter 100 Millionen Euro" liegen, berichtete ORF-Kommunikationschef Pius Strobl am Dienstag auf APA-Anfrage. Im November war man im ORF von einem negativen EGT von 100 Millionen ausgegangen, in den vergangenen Tagen wurde von der Regierung nahe stehenden Vertretern, die an der Ablöse der ORF-Führung arbeiten, die Information gestreut, das Minus für 2008 liege sogar bei 140 Millionen Euro.

Die exakten Bilanzzahlen für 2008 werden derzeit errechnet. Stichtag dafür ist der 31. März. Erste Trends gibt es unterdessen für die Entwicklung des Geschäftsjahres 2009. Demnach würden die Werbeerlöse im ersten Quartal gegenüber der Zeit vor der Finanzkrise - wie erwartet - um etwa zehn Prozent zurückgehen. "Wir liegen im Plan. Das prognostizierte Ergebnis von minus 30 Millionen für 2009 wird aus heutiger Sicht halten", so Strobl. Das Minus gehe damit vor allem auf das Konto der konjunkturbedingt rückläufigen Werbeeinnahmen.

Um die für eine positive ORF-Entwicklung erforderlichen Sparpotenziale lukrieren zu können, werde derzeit "mit Hochdruck an der Umsetzung der Struktur- und Sparmaßnahmen sowie der Rechnungshof-Empfehlungen gearbeitet", erklärte der ORF-Kommunikationschef weiters. Dies betreffe etwa Personalmaßnahmen, Einsparungen bei den Führungskräften, Umstrukturierungen, Änderungen in den Arbeitsabläufen und die Vorbereitung von Ausgliederungen. Die notwendigen Umsetzungsbeschlüsse sollen in einer Stiftungsratssitzung am 2. April getroffen werden, die auch entscheidend für die weitere Zukunft der ORF-Geschäftsführung werden dürfte. (APA)

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