2008 war eines der wärmsten Jahre

3. Februar 2009, 11:44
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Tief Nummer neun schon im Anzug, 2008 war "hot"

St.Pölten / Klagenfurt - Zwischen dem 14. und des 15. Längengrad herrschte Dienstag in Österreich tiefster Winter. Sowohl im Norden als auch im Süden des Landes sorgten neuerliche Schneefälle und Verwehungen für große Probleme.

Schon in den frühen Morgenstunden entgleiste auf der Franz-Josefs-Bahn bei Horn im Waldviertel ein Triebwagen mit rund 35 Passagieren. Verletzt wurde niemand, dennoch wurden Rettungskräfte entsandt, um den Fahrgästen beim Aussteigen im knietiefen Schnee zu helfen. Weil das entgleiste Triebfahrzeug auch einen Oberleitungsmast geknickt hat, könnte die Franz-Josefs-Bahn im Abschnitt Sigmundsherberg-Irnfritz noch bis heute, Mittwoch, unterbrochen sein. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

In Kötschach-Mauthen in Kärnten kamen seit Montag rekordverdächtige 41 Zentimeter Neuschnee dazu, in Klagenfurt waren es immerhin 13 Zentimeter. Süd- und Tauernautobahn mussten nach Lkw-Unfällen immer wieder gesperrt werden. Meldungen über Verletzte lagen nicht vor. In Kärnten hat heuer bereits das achte "Italientief" zugeschlagen. "Damit gab es heuer bereits mehr schneereiche Mittelmeertiefs als zum Beispiel im enorm schneereichen Winter 2003/2004", erklärte Christian Stefan von der Wetterdienststelle Klagenfurt. Fürs Wochenende wird bereits ein weiteres Adriatief erwartet, das Regen und Schnee mitbringen wird.

Das abgelaufene Jahr zählt übrigens zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) lag die Durchschnittstemperatur 1,3 bis 1,8 Grad über dem langjährigen Mittel. Die Niederschläge waren 2008 hingegen normal. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 4.2.2009)

 

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